Nach Epstein-Skandal: Mette-Marit verliert nächste Schirmherrschaft

Die Folgen der Epstein-Enthüllungen reißen nicht ab: Das norwegische Jugendfilmfestival Amandus trennt sich von Kronprinzessin Mette-Marit als Schirmherrin. Der Vorstand stimmte nach monatelanger Prüfung ab - und entschied sich gegen eine Fortsetzung der Zusammenarbeit.
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Erneuter Rückschlag für Mette-Marit.
Erneuter Rückschlag für Mette-Marit. © Getty Images/Rune Hellestad - Corbis

Für Kronprinzessin Mette-Marit (52) reißen die Konsequenzen aus der Epstein-Affäre nicht ab. Wie die norwegische Tageszeitung "Verdens Gang" am Dienstag berichtet, beendet das Amandusfestival seine langjährige Schirmherrschaft mit der norwegischen Thronfolger-Gattin. Es ist der jüngste in einer Reihe von Brüchen, die die Kronprinzessin in den vergangenen Monaten hinnehmen musste.

Das Amandusfestival ist ein Festival für Filmschaffende unter 20 Jahren - ein Format, das auf Nachwuchsförderung, Medienkompetenz und Gemeinschaft setzt. Genau dieser Anspruch habe den Ausschlag gegeben, erklärt Vorstandsvorsitzender Jens Uwe Korten in einer Pressemitteilung. "Unser Ziel mit dieser Entscheidung war ausschließlich, das Wertefundament und die Glaubwürdigkeit des Festivals zu schützen", so Korten. Die Entscheidung sei "schwierig, aber notwendig" gewesen. Jede Handlung, die die Werte des Festivals schwächen könne, erfordere Aufmerksamkeit und Widerstandsfähigkeit.

Eine Abstimmung im Vorstand

Der Bruch erfolgte nach einer formellen Abstimmung im Vorstand. Bereits am 9. Februar habe das Gremium den Königlichen Hof und die Presse darüber informiert, dass man eine umfassendere Stellungnahme der Kronprinzessin abwarten wolle, bevor über die weitere Zusammenarbeit entschieden werde, heißt es laut "Verdens Gang" in der Mitteilung. Als am 20. März das Interview von Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit beim Sender NRK ausgestrahlt wurde, habe sich das Festival in der Endphase der Vorbereitungen für die Ausgabe 2026 befunden.

Nach dem Festival und über die Osterzeit habe der Vorstand die Lage gründlich geprüft. Das Ergebnis: Trennung.

Mette-Marit selbst äußerte sich laut "Verdens Gang" am Dienstag in einer Stellungnahme zu der Entscheidung. "Wenn einige der Organisationen das Bedürfnis haben, die Schirmherrschaft zu beenden oder zu pausieren, habe ich Verständnis dafür. Mein Anliegen ist es vor allem, einen Beitrag zu leisten", ließ sie demnach wissen. Sie habe großen Respekt vor ihren Schirmherrschaften und den Menschen, die dort arbeiteten: "Ich bin so stolz auf die Arbeit, die in diesen Organisationen geleistet wird. Sie leisten so viel wichtige Arbeit in Norwegen."

Die Schatten der Epstein-Akten

Hintergrund der Entwicklung sind Enthüllungen, die im Winter ihren Lauf nahmen. Damals war bekannt geworden, dass Mette-Marit eine deutlich engere und langjährigere Verbindung zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hatte als bisher öffentlich gemacht. Der Name der Kronprinzessin taucht dem Bericht zufolge mindestens tausend Mal in den Epstein-Dokumenten auf.

Mehrere Organisationen hatten in einem offenen Brief weitere Informationen gefordert, bevor sie über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der Kronprinzessin entscheiden wollten. Nach mehreren Trennungen hält Mette-Marit derzeit noch 18 Schirmherrschaften.

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