Nach dem Outing: Thomas Hitzlsperger zieht Bilanz

Vor einem Jahr hatte sich Thomas Hitzlsperger öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt und damit ein Tabu im Profifußball gebrochen. Der ehemalige Kicker und Nationalspieler zieht zwölf Monate nach seinem Coming-out in einem TV-Interview Bilanz.
| (mpr/spot)
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Thomas Hitzlsperger 2011 bei der Verleihung des Julius-Hirsch-Ehrenpreises
ddp images Thomas Hitzlsperger 2011 bei der Verleihung des Julius-Hirsch-Ehrenpreises

Vor einem Jahr hatte sich Thomas Hitzlsperger öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt und ein Tabu im Profifußball gebrochen. Nun zog der ehemalige Nationalspieler Bilanz.

Ein Jahr nach seinem Coming-out hat Ex-Fußballprofi Thomas Hitzlsperger (32) in einem Interview mit "Stern TV" über seine Erfahrungen gesprochen. Fazit: "Das war mir wichtig, dass die Leute sehen und merken: Man kann schwul sein und es bis in die Nationalmannschaft schaffen." Aber der 32-Jährige betont in der am Mittwochabend bei RTL ausgestrahlten Sendung auch, dass es ihm in seiner Heimat nicht leicht gemacht wurde. So sei "das schwule Leben in einer Stadt wie San Francisco eine viel größere Selbstverständlichkeit, als ich es bisher in Deutschland erlebt habe."

Werfen Sie hier einen Blick in die Zusammenfassung von Thomas Hitzlspergers Sport-Kolumne "Alles außer Fußball"

In San Fransisco, wo er zwei mal war, hat Hitzlsperger dann auch jemanden kennengelernt: "Es war eine schöne Erfahrung. Ich habe die Zeit genossen." Vielleicht auch, weil er in den USA nicht so bekannt war wie hierzulande und zu seinem Freund einfach sagen konnte: "Ich mache Urlaub in Amerika und treibe viel Sport".

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"Hitz the Hammer", wie der Kicker wegen seines harten Schusses auch genannt wurde, habe schon vor etwa sieben Jahren nach dem Ende einer langen Beziehung zu einer Frau noch als aktiver Spieler über ein Coming-out nachgedacht. Doch sein engstes Umfeld habe ihm damals davon abgeraten. Seine Berater hätten Bedenken gehabt, "dass eine Riesenwelle lostritt, die man nicht aushält und unter der man zusammenbricht." 2014 hatte er den Mut zum Outing. Trotz seines offensiven Umgangs mit dem Thema und seinem Engagement gegen Rassismus und Homophobie, "hat sich mir bisher kein schwuler Fußballprofi anvertraut."

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