Nach Ansage gegen Gil Ofarim: Münchner Liedermacher schimpft über Alt-OB Christian Ude
Das Dschungelcamp ist ein absolutes Phänomen, zu dem Menschen aus allen Gesellschaftsschichten eine Meinung haben – selbst in der Politik ist das Format inzwischen angekommen. 2026 steht vor allem Skandal-Promi Gil Ofarim (43) im Fokus. Münchens Alt-OB Christian Ude (78) hat Klartext über die IBES-Teilnahme des Sängers gesprochen und lautstark Kritik geübt. Jetzt bekommt er dafür seine Quittung, denn ein Münchner Liedermacher findet die Aussagen des SPD-Politikers "unerhört".
Gegenwind nach Dschungelcamp-Ansage: Münchens Alt-OB kassiert Quittung
Mit seiner Teilnahme an "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" polarisiert Gil Ofarim. Viele Zuschauer sind überzeugt, er dürfe nach der Lüge im Davidstern-Skandal keine neue Plattform mehr bekommen. Andere wiederum betonen, dass der 43-Jährige genug gebüßt habe. Christian Ude dürfte definitiv zu der ersten Gruppe gehören. "Im Dschungelcamp konstruiert Gil ständig neue Varianten, arbeitet ohne Scham an Legendenbildungen, anstatt sich endlich zu entschuldigen und danach den Mund zu halten", sagte der Alt-OB zu "Bild".
Das sind ungewohnt harsche Aussagen eines Politikers zum RTL-Dschungelcamp. Ist Christian Ude damit zu weit gegangen? Das findet zumindest Willy Michl (75). Der Liedermacher ist in seiner Heimat München bekannt als "Bluesbarde" oder "Isarindianer". Da er sich den indigenen Völkern verbunden fühlt, tritt er meist mit traditionellem Federschmuck im langen Haar auf. Auf Facebook hat sich der 75-Jährige nun öffentlich zu Wort gemeldet – und schießt dabei verbal gegen Münchens Alt-OB.
Wegen Gil Ofarim: Willy Michl schimpft über Christian Ude
Für Willy Michl sei es "bodenlos" und "dreist", zu welchen Aussagen Christian Ude sich hatte hinreißen lassen. "Der Freund eines Mannes verhält sich, insbesondere nach dessen Tod, wohlwollend gegenüber dessen Söhnen", schreibt er in seinem Posting. Damit bezieht sich der Künstler darauf, dass Ude mit Abi Ofarim gut befreundet gewesen sei. Er halte es allerdings für falsch, darüber zu spekulieren, was der Vater von Gil Ofarim über den Skandal und den Dschungelcamp-Auftritt gesagt hätte – schließlich ist er bereits 2018 verstorben. "Das ist unerhört und jenseits jeglichen Anstandes."

Der "Bluesbarde" selbst kannte Abi Ofarim ebenfalls, die beiden Männer hätten sich als Künstler respektiert. Dennoch würde sich Willy Michl nicht erlauben, über Ofarim-Sohn Gil zu urteilen. "Abi Ofarim hat seine Söhne Gil und Tal über alles geliebt", betont er weiter in seinem Posting. An Alt-OB Christian Ude richtet er klare Worte: "Schämen Sie sich. Nicht Gil schlachtet seinen Namen 'Ofarim' aus, sondern RTL schlachtet Gils Prominenz, seinen Fehler und seinen berühmten Namen aus."
Sie haben sich viel zu weit aus dem Fenster gelehnt und sind über das Ziel, ein guter Alt-OB zu sein, weit hinausgeschossen.
Als Konsequenz fordert Willy Michl nun eine öffentliche Entschuldigung des SPD-Mannes. "Gehen Sie in sich und denken Sie nach! Sie haben sich viel zu weit aus dem Fenster gelehnt und sind über das Ziel, ein guter Alt-OB zu sein, weit hinausgeschossen." Was Christian Ude über Gil Ofarim öffentlich gesagt habe, "gehört sich nicht".
Ob sich Münchens Alt-OB für seine Aussagen zum Dschungelcamp tatsächlich entschuldigen wird? Das dürfte eher unwahrscheinlich sein. Von all dem Trubel bekommt Gil Ofarim aktuell nichts mit, da er noch im australischen Busch weilt. Es bleibt spannend, wie er selbst auf die Schlagzeilen um seine Person reagieren wird. Vielleicht handhabt er das ähnlich wie bei "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!: lächeln und schweigen.
- Themen:
- Abitur
- Christian Ude
- RTL

