Nach 13 Jahren Pause: TV-Klassiker kehrt ins Fernsehen zurück

Comeback eines Sender-Senioren: Alexander Hold, langjähriger hauptberuflicher Richter und mittlerweile Vizepräsident im Bayerischen Landtag, übernimmt wieder seine von vielen liebgewonnene Fernsehrolle. Sat.1 zeigt zunächst 50 neuen Alexander-Hold-Folgen auf dem Vorabend-Sendeplatz um 18.00 Uhr.
von  Rupert Sommer
Zurück im TV-Rampenlicht: Der Fernsehrichter Alexander Hold übernimmt auf dem Vorabend-Sendeplatz wieder die Sitzungsleitung.
Zurück im TV-Rampenlicht: Der Fernsehrichter Alexander Hold übernimmt auf dem Vorabend-Sendeplatz wieder die Sitzungsleitung. © Joyn/Becker Films

Ein bekanntes Gesicht im Gerichtssaal - nach mehreren Jahren Pause kehrt Richter Alexander Hold ins SAT.1-Programm zurück. Ab sofort zeigt der Sender die neuen Folgen von "Richter Alexander Hold" werktags jeweils um 18.00 Uhr. Zunächst sind 50 reguläre Ausgaben geplant. Bis 2013 war die Reihe fester Programmbestandteil. Seit Ende August wurden nun neue Fälle in den Bavaria Studios in Grünwald bei München gedreht.

Für Alexander Hold ist die Rückkehr vor die Kamera zugleich ein Wiedersehen mit einer Rolle, die ihn über viele Jahre zum populären TV-Richter werden ließ. In den neuen Fällen steht erneut das gesamte Spektrum des Strafrechts im Mittelpunkt. Verhandelt werden unter anderem Drogendelikte und Sexualstraftaten. Wie bei den früheren Ausgaben bewegt sich die Sendung dabei im Stil der klassischen fiktiven Court-Show.

"Leidenschaft für die Gerechtigkeit und die Freude an der Arbeit vor der Kamera haben mich nie verlassen."

Hold ist derweil nicht mehr hauptberuflicher Richter. Der inzwischen 64-Jährige konzentriert sich auf seine politischen Arbeiten als Abgeordneter der Freien Wähler (gewählter Direktkandidat im Stimmkreis Kempten, seiner Heimatstadt). Außerdem ist er für die Partei einer der Vizepräsidenten des Bayerischen Landtags. Für die Dreharbeiten nutzt er daher ausschließlich die sitzungsfreie Zeit sowie die Wochenenden. Sein politisches Amt soll von der Fernseharbeit unberührt bleiben, heißt es bei SAT1.

"Die Rückkehr in den TV-Gerichtssaal fällt mir mehr als leicht", erklärt Alexander Hold. "Die Leidenschaft für die Gerechtigkeit und die Freude an der Arbeit vor der Kamera haben mich nie verlassen. Gerade in dieser hektischen Zeit suchen die Zuschauer genau das, was 'Richter Alexander Hold' vermitteln kann: Klarheit, Haltung und Vertrauen. Die Dreharbeiten während der sitzungsfreien Zeit des Landtags sind für mich der perfekte Ferienjob – mein Engagement im Bayerischen Landtag bleibt dadurch unberührt." Die Vorfreude des ganzen Teams auf den Dreh sei riesig gewesen.

Bis 2013 war Alexander Hold ein prägendes Gesicht im SAT.1-Programm.
Bis 2013 war Alexander Hold ein prägendes Gesicht im SAT.1-Programm. © Getty Images/Hannes Magerstaedt

Mit dem neuen Format knüpft SAT.1 an die lange Geschichte der Gerichtsshows im deutschen Fernsehen an. Schon 1961 tagte erstmals ein "Fernsehgericht" bei der ARD. Es folgten unter anderem das "Königlich Bayerische Amtsgericht" sowie über mehrere Jahrzehnte hinweg der TV-Klassiker "Ehen vor Gericht" (bis 2000). 1999 schließlich begann die Ära der privaten Gerichtsshows, von denen es zahlreiche gab.

"Richter Alexander Hold" war von 2001 bis 2013 fester Bestandteil des SAT.1-Tagesprogramms. Im Zentrum standen inszenierte Gerichtsverhandlungen, in denen Hold als Richter über unterschiedliche Strafsachen zu entscheiden hatte. Die Fälle griffen damals wie heute persönliche Konflikte und Schicksale ebenso auf wie die juristischen Hintergründe der jeweiligen Tat.

Für die Produktion der neuen "Richter Alexander Hold"-Folgen ist Filmpool Entertainment verantwortlich. Das Unternehmen produziert zahlreiche Scripted-Reality- und Fiction-Formate für das deutsche Fernsehen.

Richter Alexander Hold - Seine neuen Fälle – Di. 27.10. - SAT.1: 18.00 Uhr

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