Mythos unterm Blätterdach

Bis heute gelten die Maya als Mythen-umwoben und geheimnisvoll. Eine ARTE-Doku zeigt mithilfe moderner Technik die wahre Größe der untergegangenen Hochkultur.
Jasmin Herzog |
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Die Maya konnten Naturereignisse wie Sonnenfinsternisse vorausberechnen. An diesen Tagen fanden besondere Feierlichkeiten statt.
ARTE / Nicolas Ortega Ward 5 Die Maya konnten Naturereignisse wie Sonnenfinsternisse vorausberechnen. An diesen Tagen fanden besondere Feierlichkeiten statt.
Egal, ob Schrift, Mathematik oder Astronomie: Die Maya waren den antiken Völkern Europas in vielen Dingen weit voraus.
ARTE / Carsten Obländer 5 Egal, ob Schrift, Mathematik oder Astronomie: Die Maya waren den antiken Völkern Europas in vielen Dingen weit voraus.
Nicht nur den Mais, auch Tomaten, Kakao und verschiedene Früchte haben wir den Maya zu verdanken.
ARTE / Carsten Obländer 5 Nicht nur den Mais, auch Tomaten, Kakao und verschiedene Früchte haben wir den Maya zu verdanken.
Die Gesellschaft der Maya war streng hierarchisch gegliedert.
ARTE / Nicolas Ortega Ward 5 Die Gesellschaft der Maya war streng hierarchisch gegliedert.
Um die Versorgung ihres Volkes zu gewährleisten, züchteten die Maya den Mais.
ARTE / Carsten Obländer 5 Um die Versorgung ihres Volkes zu gewährleisten, züchteten die Maya den Mais.

Sie waren jahrhundertelang nicht zu sehen. Als in den frühen 1930er-Jahren erste Piloten über den Regenwald im Grenzgebiet zwischen Guatemala und Mexiko flogen, glaubten sie, seltsam überwucherte Erhebungen seien Vulkane. Erst 1926 wurden die Ruinen der uralten Stadt wiederentdeckt - mehr als 1.850 Jahre nachdem sie von ihren letzten Bewohnern verlassen wurde. El Mirador gilt als eine der größten Maya-Metropolen. Die seltsamen Erhebungen entpuppten sich als Kultbauten oder Pyramiden mit gigantischen Ausmaßen.

In der Dokumentation "Söhne der Sonne - Die Maya", die nach der Erstausstrahlung in der ZDF-Reihe "Terra X" nun erneut auf ARTE zu sehen ist, erzählt Carsten Obländer unter anderem mithilfe nachgestellter Szenen die spannende Geschichte der Maya-Hochkultur. Nachgewiesen sind nicht nur weitreichende Leistungen beispielsweise im Maisanbau, in der Mathematik oder im Bereich der Astrologie. Sie erbauten vor allem auch riesige Städte - und das im dichten Dschungel Mittelamerikas.

Zwei Wochen voller Geheimnisse

Archäologen wie dem US-Amerikaner Richard Hansen gelang es erst in den vergangenen Jahren, die wahren Ausmaße etwa El Miradors ans Licht zu bringen. Bei diesen Forschungen kam moderne Laser-Technologie zum Einsatz. Zwischen Stallgehegen, Tempelbauten und versteckten Verteidigungsanlagen ragt vor allem La Danta in die Höhe. Der gewaltige Bau misst etwa 70 Meter und ist mit einem Volumen von knapp drei Millionen Kubikmetern eine der größten Pyramiden der Welt. Hansen hat errechnet, dass 4.000 Arbeiter rund 30 Jahre lang - Tag für Tag - mit dem Bau der Pyramide beschäftigt gewesen sein müssen. Sein Resümee: "Das ist ein unglaubliches Zeugnis der Menschheitsgeschichte. Ich denke nicht, dass irgendeine Stadt in Europa zur gleichen Zeit mithalten konnte."

"Söhne der Sonne" ist eine dreiteilige Dokumentationsreihe, deren Fortsetzungen "Söhne der Sonne - Die Inka" und "Söhne der Sonne - Die Azteken" ARTE am selben Abend ab 21.05 Uhr zeigt.

Söhne der Sonne - Sa. 18.07. - ARTE: 20.15 Uhr

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