Mutter aus den "Kevin"-Filmen: Schauspielerin Catherine O'Hara ist tot

Eine der berühmtesten Film-Mütter ist von uns gegangen: Wie das US-Magazin "People" berichtet, ist Catherine O'Hara im Alter von 71 Jahren gestorben. Ihr Manager bestätigte den Tod der kanadischen Schauspielerin demnach gegenüber dem Magazin. Weitere Details zu den Todesumständen sind bislang nicht bekannt.
O'Hara hinterlässt ein beeindruckendes Vermächtnis an unvergesslichen Rollen. Generationen von Zuschauern kennen sie als gestresste Mutter Kate McCallister, die in "Kevin - Allein zu Haus" ihren Sohn (Macaulay Culkin) versehentlich zu Hause vergisst. Den Part übernahm sie auch in der Fortsetzung "Kevin - Allein in New York" von 1992.
Ein perfekter Film
Über den Weihnachtsklassiker schwärmte sie noch 2024 gegenüber "People": "Das ist ein perfekter Film, oder?" Bei der Auswahl ihrer Projekte legte O'Hara stets Wert auf das Gesamtwerk: "Mir muss das Ganze am Herzen liegen. Ich habe kein Interesse daran, eine tolle Rolle in einem schlechten Projekt zu spielen. Man will Teil von etwas Gutem sein - und danach richtet man sich."
Bereits 1988 hatte sich O'Hara in die Herzen der Filmfans gespielt: In Tim Burtons Kultfilm "Beetlejuice" verkörperte sie Delia Deetz, die exzentrische Stiefmutter von Lydia, gespielt von Winona Ryder. 2024 kehrte sie für die Fortsetzung "Beetlejuice Beetlejuice" in diese Rolle zurück.
Von den Anfängen zum Emmy-Triumph
Ihre Filmkarriere begann O'Hara 1980 mit "Double Negative". Es folgten Auftritte in Martin Scorseses schwarzer Komödie "Die Zeit nach Mitternacht" und Mike Nichols' Rom-Com "Sodbrennen". Auch in späteren Jahren bewies die Schauspielerin immer wieder ihr Talent für komödiantische Rollen.
2015 übernahm sie in der Serie "Schitt's Creek" die Rolle der schrulligen Moira Rose - und feierte damit ihren größten Triumph. 2020 gewann sie für diese Darstellung den Emmy als beste Hauptdarstellerin in einer Comedyserie. In ihrer Dankesrede würdigte sie die Schöpfer der Serie: "Ich werde Eugene und Daniel Levy für immer dankbar sein, dass sie mir die Möglichkeit gegeben haben, eine Frau in einem gewissen Alter - meinem Alter - zu spielen, die ganz sie selbst sein darf." Für "Schitt's Creek" wurde sie außerdem mit einem Golden Globe und einem SAG Award ausgezeichnet.
Ihren letzten TV-Auftritt hatte O'Hara im vergangenen Jahr in einer drei Episoden umfassenden Gastrolle in der düsteren Endzeitserie "The Last of Us".