Münchens Kampf um Olympia

Hamburg hat seine Olympiabewerbung nach dem negativen Ausgang des Referendums zurückgezogen, in München stimmte die Bevölkerung im Oktober 2025 zu: Die Münchner wollen mehrheitlich noch einmal Olympische Spiele nach den "heiteren Spielen" von 1972, die bekanntlich gar nicht so heiter endeten. 54 Jahre alte Sportstätten sind zum Teil noch vorhanden, wurden immer wieder renoviert, andere wie der SAP-Garden kamen hinzu. Die Infrastruktur der Isarmetropole könnte mit Milliardeninvestitionen profitieren, der Wohnungsbau hofft bei einem Ja zu Olympia auf zehntausende neue Wohnungen. Kurz vor der Abstimmung in Baden-Baden am Samstag, 26. September, wenn bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) entschieden wird, welche deutsche Stadt oder Region sich international bewerben darf, zieht der ehemalige Skirennläufer und Sportreporter Tobias Barnerssoi in der BR-Doku "Das Rennen um Olympia: Münchens Traum von den Spielen" ein Fazit zum aktuellen Stand.
Dabei ist das Procedere bis zur Entscheidung recht komplex, und die Spiele, die nach Deutschland kommen sollen, selbst sind noch weit weg. Die Bewerbungen laufen für 2036, 2040 und 2044. Und wer von den internationalen Bewerbern für welche Spiele zuletzt zum Zuge kommt, will das IOC womöglich erst 2029 beschließen. Tritt München dann gegen Katar oder eine Region in Indien an? Neben der bayerischen Hauptstadt sind noch Berlin und die Region "KölnRheinRuhr" im Rennen.
Das Rennen um Olympia: Münchens Traum von den Spielen - Mi. 23.09. - BR: 22.00 Uhr