München: Nachlass von Gerd Käfer wird in der Villa Hampel versteigert

In der Villa Hampel wird der Käfer-Nachlass versteigert. Die Vernissage wird zum emotionalen Abschied.
| Kimberly Hoppe
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„Ich bin hier, um dem Gerd nochmal nah zu sein“, meint Angela Waldleitner, Witwe des legendären Filmproduzenten Luggi Waldleitner.
Hoppe 2 „Ich bin hier, um dem Gerd nochmal nah zu sein“, meint Angela Waldleitner, Witwe des legendären Filmproduzenten Luggi Waldleitner.
Ein Bild im Eingangsbereich erinnert an den Feinkost-König Gerd Käfer (†82).
Hoppe 2 Ein Bild im Eingangsbereich erinnert an den Feinkost-König Gerd Käfer (†82).

München - Überall hängen Käfer-Luftballons, flinke Mitarbeiter servieren Käfer-Häppchen auf Käfer-Servietten, die Atmosphäre stimmt, ja, der ganze Abend.

Für die vielen Gäste ist es, als seien sie noch einmal – ein letztes Mal – bei dem Feinkost-König Gerd Käfer, diesem einzigartigen Gastgeber-Perfektionisten, daheim in Kitzbühel zu Besuch.

Mit zwei Ausnahmen: Kitzbühel befindet sich nun in Schwabing. Und Gerd Käfer († 82) ist seit anderthalb Jahren tot. In der entzückenden Stadt-Oase, der Villa Hampel von Barbara und Holger Hampel in Schwabing, ist alles original nachgebaut worden, ab 6. Dezember wird hier sein Nachlass versteigert.

"Im Herzen hab ich Gerd immer bei mir"

Die Vernissage an diesem Abend wird für die meisten Anwesenden zum emotionalen Abschied. Angela Waldleitner, Witwe des legendären Filmproduzenten Luggi Waldleitner, ist extra gekommen, obwohl sie zwei Krücken zum Gehen braucht.

Zur AZ sagt sie: „Ich bin hier, um dem Gerd nochmal nah zu sein. Um ihn zu spüren – durch all seine geliebten Sachen.“ Ob sie etwas von ihm ersteigert, weiß sie noch nicht: „Ich habe selbst so viel Zeug, vielleicht was Kleines. Aber eigentlich ist das unwichtig. Im Herzen hab ich Gerd sowieso immer bei mir.“ Top-Anwältin Sabina Frohwitter, die ihren neuen Begleiter als „meinen Paul“ vorstellt, steht zwischen dem Käfer-Porzellan und -Mobiliar und meint berührt: „Es ist so, als wäre Gerd immer noch da. Gerade hier fühlt man sich ihm sehr verbunden. Wie oft und wie gern war ich bei ihm in Kitzbühel! Er war ein Unikat, der nicht nur als Freund fehlt. Er fehlt auch in München.“

Uschi Ackermann, Käfers Witwe, tut das kollektive Erinnern gut: „Gerd hätte dieser Abend sehr gefallen. Er mochte nur keine Traurigkeit. Deshalb sollten wir alle beste Laune haben, wenn wir an ihn denken.“ Dass ein paar vermeintlich enge Freunde nicht da sind, überrascht sie nicht: „Das hat mir Gerd vorm Tod prophezeit. Und dass ich mit seinem Sohn Michael am Grab stehen werde. Letzteres ist es, was zählt.“

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