"München Mord"-Star Alexander Held stirbt mit 67 Jahren

Schauspieler Alexander Held (1958-2026) ist mit 67 Jahren "überraschend nach kurzer Krankheit" gestorben, wie das ZDF unter Berufung auf den mit ihm befreundeten TV-Produzenten Sven Burgemeister meldet.
Mit rührenden Worten trauern seine langjährigen "München Mord"-Kollegen um ihn. Auf Instagram schreiben Bernadette Heerwagen (48) und Marcus Mittermeier (56), die mit ihm seit 2013 das kongeniale, in den Keller des Präsidiums verbannte Ermittlerteam "Herr Schaller" (Held), "Fräulein Flierl" (Heerwagen) und Harald Neuhauser (Mittermeier) spielten.
"Ein großartiger Schauspieler und zudem ein feiner Mensch."
"Lieber Alexander, Du hast unser Büro verlassen. Wie so oft in unseren Filmen, ganz plötzlich und ohne Ankündigung. Dein Platz am Schreibtisch ist leer, er bleibt leer. Leider für immer. Wir sind unendlich traurig", beginnt der Post.
"Es gab nicht einen Tag, seit wir im November 2012 zum ersten Mal bei 'München Mord' zusammen vor der Kamera standen, an dem wir nicht gerne mit Dir zusammengearbeitet haben. Gerne vor allem deshalb, weil Du einfach ein großartiger Schauspieler und zudem ein feiner Mensch warst. Deine Genauigkeit, Dein Witz und Deine Schaller-Schrulligkeit, aber auch Deine Zugewandtheit und Deine feine Freundlichkeit werden fehlen", schreiben Heerwagen und Mittermeier.
Sie haben ihn und seine Kunst "bis zum letzten gemeinsamen Drehtag immer bewundert", von ihm gelernt und sich "Tricks abgeschaut". Sie seien mit ihm "gewachsen, zusammengewachsen, Familie geworden" und dafür bedanken sie sich. "Auch, wenn Du uns jetzt verlassen hast - der Ludwig, Verzeihung, der 'Herr Schaller' wird bleiben", schließen sie ihren Post.
Von "Wir sind die Neuen" (2013) bis "Im Zweifel für den Zweifel", der im Januar 2026 ausgestrahlt wurde, waren sie 22 Mal in der beliebten Krimireihe zu sehen.
Schauspielerisches Schwergewicht
Für seinen Hauptkommissar Ludwig Schaller in "München Mord" wurde er 2014 mit dem Bayerischen Fernsehpreis als bester Schauspieler in der Kategorie "Serien und Reihen" ausgezeichnet. 2023 bekam er dafür den Ehrenpreis beim Deutschen Fernsehkrimi-Festival.
Bekannt war Alexander Held auch für seine Rollen in historischen Filmen wie "Sophie Scholl - Die letzten Tage" (2005), "Schindlers Liste" (1993), "Der Untergang" (2004), "Der Baader Meinhof Komplex" (2008) oder in Miniserien wie "Tannbach" (2015-2018).
Einen Kult-"Tatort" prägte er ebenfalls: Den Murot-Krimi "Tatort: Im Schmerz geboren" (2014). Der Film war bis zur Episode "Kammerflimmern" (2025) der "Tatort" mit den meisten Toten.
Private Tragödie
Bis zu ihrem überraschenden Tod im Mai 2014 war Held mit Patricia Fugger (1961-2014) liiert und ab 2005 auch verheiratet.