Mordfall Rob Reiner: Vorverhandlung auf September verschoben

Im Mordfall um Rob Reiner und seine Ehefrau Michele wurde die Vorverhandlung gegen ihren Sohn Nick Reiner auf September verschoben. Grund sind weiterhin zu sichtende Beweismittel sowie fehlende Obduktionsberichte.
(paf/spot) |
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Rob und Nick Reiner im Jahr 2015.
Rob und Nick Reiner im Jahr 2015. © imago/ZUMA Press Wire / Brent Perniac

Im Mordfall um den US-Regisseur Rob Reiner (1947-2025) und seine Ehefrau Michele (1955-2025) verzögert sich das Verfahren gegen ihren Sohn Nick Reiner (32). Ein Richter am Los Angeles County Superior Court verschob die Vorverhandlung laut "Deadline" auf den 15. September. Grund seien noch ausstehende Beweismittel.

Über zwei Terabyte an Beweisdaten

Laut Bezirksstaatsanwaltschaft des Los Angeles County müssen die Ermittler noch mehr als zwei Terabyte an Daten auswerten. Auch die offiziellen Obduktionsberichte des Ehepaars liegen den Verfahrensbeteiligten weiterhin nicht vollständig vor.

Die ursprünglichen Befunde des Gerichtsmediziners waren Ende vergangenen Jahres kurzzeitig öffentlich gewesen, dann aber am 29. Dezember auf Antrag der Polizei von Los Angeles unter Verschluss gestellt worden. Hintergrund soll gewesen sein, dass die Ermittler des Morddezernats mögliche Hinweise zum Tathergang zunächst ohne Einfluss durch Medien und Öffentlichkeit auswerten wollten.

Entscheidung über Todesstrafe steht aus

Nick Reiner ist wegen zweifachen Mordes ersten Grades angeklagt. Im Fall eines Schuldspruchs drohen ihm eine lebenslange Haftstrafe ohne Bewährung oder sogar die Todesstrafe, da es sich um zwei Opfer handelt. Reiner selbst hatte bei seinem letzten Auftritt vor Gericht Ende Februar auf nicht schuldig plädiert. Seit dem 15. Dezember sitzt er in Untersuchungshaft. Einen Tag zuvor waren seine Eltern tot in ihrem Anwesen in Brentwood, Los Angeles, aufgefunden worden.

Bezirksstaatsanwalt Nathan Hochman hat bislang offen gelassen, ob seine Behörde tatsächlich die Todesstrafe fordern wird. Wie "Deadline" berichtet, hat Hochman wiederholt betont, eine Entscheidung erst nach Rücksprache mit der Familie zu treffen. Aus Quellen will das Branchenmagazin erfahren haben, dass sich der älteste Sohn Jake (34) sowie die Töchter Romy (28) und Tracy (61) gegen ein Todesurteil aussprechen.

Vorgeschichte von Nick Reiner

Nick Reiner hatte zuletzt im Gästehaus auf dem Anwesen seiner Eltern gelebt. Er stand zwischenzeitlich unter einer gerichtlich angeordneten Vormundschaft, nachdem er jahrelang mit Suchtproblemen kämpfte und eine Schizophrenie-Diagnose erhielt. Festgenommen wurde er in der Nacht der Tat, nachdem seine Schwester die Leichen der Eltern entdeckt hatte.

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