Mord an Tupac Shakur: Schuldspruch nach 30 Jahren

Beim Prozess rund um den Mord an Tupac Shakur hat es in Las Vegas ein Urteil gegeben. Duane Davis wurde schuldig gesprochen.
Gianluca Reucher |
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Am 7. September 1996 wurde Tupac Shakur angeschossen, wenige Tage später erlag er im Alter von 25 Jahren seinen Verletzungen. In seiner kurzen Karriere und danach verkaufte der Rapper 51 Millionen Tonträger.
Am 7. September 1996 wurde Tupac Shakur angeschossen, wenige Tage später erlag er im Alter von 25 Jahren seinen Verletzungen. In seiner kurzen Karriere und danach verkaufte der Rapper 51 Millionen Tonträger. © Universal

Die Ermordung von Tupac Shakur ist einer der bekanntesten ungelösten Fälle der Welt. Jetzt, 30 Jahre nach dem Tod des legendären US-Rappers, hat es in Las Vegas ein Urteil gegeben. Der mutmaßliche Drahtzieher der Tat, Duane Davis, wurde von den zwölf Geschworenen wegen Mordes schuldig gesprochen.

Dem ehemaligen Gang-Anführer droht eine lebenslange Haftstrafe. Laut der Anklage soll der inzwischen 63-Jährige allerdings nicht selbst der Mörder sein, sondern den Mord an Tupac Shakur angeordnet haben. In Nevada können Angeklagte auch wegen Mordes verurteilt werden, wenn sie anderen bei der Tat geholfen haben.

Darum ging es

Tupac wurde am 7. September 1996 aus einem fahrenden Auto heraus von Schüssen getroffen und erlag sechs Tage später seinen Verletzungen im Krankenhaus. Er wurde nur 25 Jahre alt. Der Musiker war in der Nacht der Tat mit Suge Knight, Mitbegründer des für Gangsta-Rap bekannten Labels Death Row Records, unterwegs gewesen und sah sich einen Boxkampf von Mike Tyson in Las Vegas an. Danach kam es in einem Hotel zu einer Schlägerei, wobei der Neffe des Angeklagten von Tupac und dessen Gefolgsleuten verprügelt wurde. Der Neffe und Duane Davis selbst gehörten einer südkalifornischen Bande an, die mit der Gang, der Suge Knight nahestand, verfeindet war. Laut der Anklage soll es sich bei dem Mord an Tupac um Vergeltung gehandelt haben.

Duane Davis sagte in der Vergangenheit mehrfach, dass er in jenem Cadillac gesessen habe, aus dem die Schüsse auf Tupac Shakur abgefeuert wurden. Später stritt er in TV-Interviews jedoch ab, in der Nacht überhaupt in Las Vegas gewesen zu sein. 2023 wurde er in Las Vegas festgenommen und unter anderem wegen Mordes mit einer tödlichen Waffe angeklagt. Er plädierte auf nicht schuldig. Der Prozess, der im August begann, stütze sich vor allem auf die Aussagen des Angeklagten selbst. Die Verteidigung stellte ihren Mandanten wiederum als Lügner und Angeber dar.

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