Monika Gruber über Kinderlosigkeit: "Muss damit zurechtkommen"

Monika Gruber (55) ist Familienmensch durch und durch. Zu ihren Eltern, Brüdern, Nichten und Neffen pflegt sie ein inniges Verhältnis. Eigene Kinder hat die Kabarettistin jedoch nicht. Mit diesem Schicksal hadert sie bis heute.
Keine Kinder für Monika Gruber: "Nicht selber ausgesucht"
Dass die 55-Jährige in ihrem Leben nie Mutter wurde, hat sie sich "nicht selber ausgesucht". Gern hätte die Bayerin eigene Kinder bekommen, erzählt sie offen in ihrem Podcast "Die Gruaberin". Der unerfüllte Wunsch scheint die Kabarettistin bis heute zu belasten. Doch in Trauer zu versinken, kommt für Gruber nicht infrage: "Es ist halt so. Und ich muss irgendwie auch damit zurechtkommen." Ein Leben ohne Kinder zu akzeptieren, fällt ihr dennoch nicht immer einfach: "Es geht manchmal besser und manchmal schlechter. Denn ich hätte wirklich gern welche gehabt."
Auch nach über 20 Jahren auf der Bühne ist Monika Gruber als Kabarettistin sehr gefragt. Allzu viel Zeit für Windelwechseln und Muttersein wäre hierbei wohl ohnehin nicht gegeben. Bereits im Februar gestand die 55-Jährige, dass es Phasen gebe, in denen sie sich nach eigenem Nachwuchs sehne. "Dann denke ich aber schnell wieder, es passt eigentlich eh nicht so gut", schilderte sie nachdenklich.

Gruberin bewundert achtfache Mutter: "Da wäre ich nicht so wie du"
Im Gespräch mit Katja Dederichs, einer achtfachen Mutter, zollt Monika Gruber nun ihren Respekt. Die 55-Jährige kann sich nicht vorstellen, wie viel Arbeit dahintersteckt, so viele Kinder großzuziehen. Sie bewundert die Geduld und guten Nerven, die ihre Gesprächspartnerin in ihrem Leben an den Tag legen musste. Die Gruberin gibt zu: Sie selbst würde in der Mutterrolle vermutlich an ihre Grenzen stoßen. "Ach, ich weiß ja nicht, aber ich glaube, da wäre ich nicht so wie du", meint sie augenzwinkernd.
Kein Verständnis für Anfeindung: Monika Gruber nimmt Mütter in Schutz
Für Monika Gruber steht fest, dass Mütter unglaubliche Arbeit leisten. Umso weniger Verständnis hat sie dafür, dass manche Menschen darüber urteilen, wenn jemand gleich mehrere Kinder großziehen möchte. Die Kabarettistin erlebt offenbar des Öfteren, wie vor allem Frauen scharfe Kritik üben. Der Begriff "asozial" stehe bei solchen Anfeindungen regelmäßig im Raum. Die Gruberin zeigt sich fassungslos und betont: "Man muss doch selbst jemanden entscheiden lassen, wie viele Kinder jemand haben will. Also es sagt ja auch andersherum keiner zu mir, kein Kind zu haben ist asozial."