Monika Gruber fordert radikale Geldkürzungen: "Kannst du in deiner Freizeit machen"

Von seiner Kunst leben zu können: Davon träumen vermutlich die meisten Menschen, die sich kreativ betätigen. Monika Gruber (55) zählt zu den Glücklichen, die ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht haben, und füllt als Kabarettistin große Hallen. Doch wie denkt sie über Künstler, die staatliche Förderung beziehen müssen? Jetzt redet die Gruaberin Klartext.
Monika Gruber über Kultur-Vereine: "Glauben, sie sind die großen Künstler"
In der alternativen Nürnberger Kulturszene dürften bald einige Vereine weniger finanzielle Unterstützung erhalten. Das mutmaßt zumindest Andreas Hock in einer neuen Ausgabe vom Podcast "Die letzten Monikaner". Seine Moderationskollegin Monika Gruber lässt ihn daraufhin wissen: "Ich sage dir, wie es ist, ohne die Vereine im Einzelnen zu kennen. Bei einigen bin ich jetzt schon froh, dass ihnen der Saft abgedreht wird."
Damit bezieht sich die 55-Jährige auf "irgendwelche schwindeligen Vereine", die von Menschen kreiert wurden, die "zu blöd zum Kellnern sind". "Weil sie einfach nicht drei Weißbier zusammenrechnen können und glauben, sie sind die großen Künstler", so die Gruaberin kritisch. "Und das wird dann auch noch gefördert und die hocken dann in der KSK, in der Künstlersozialkasse."

Gruaberin über bestimmte Künstler: "Werden nie davon leben können"
Sie und Autor Andreas Hock brennen auch für ihre Kunst. Doch unterscheide sie ein wichtiger Aspekt von anderen Kreativen, wie die Gruaberin klarstellt: "Die werden nie im Leben von dem, was sie tun, leben können. Und ich finde halt von dem, was man tut, muss man in der Lage sein, leben zu können, ohne dafür Subventionen zu kriegen. Punkt. Fertig", so die 55-Jährige. "Und wenn ich das nicht kann, dann muss ich mir was anderes suchen."
Andreas Hock scherzt daraufhin, dass das "Amt für Kultur" ihnen die Liste aller Vereine vorlegen sollte, damit sie über Fördergelder entscheiden. "Genau", gibt ihm Monika Gruber recht. "Und wenn dann Unterleibs-Chakra-Trommeln in irgendeinem schwindeligen Kulturzentrum angeboten wird, dann musst du halt sagen, dann gibt's halt dafür kein Geld. Das kannst du in deiner Freizeit machen, aber du kannst nicht verlangen, dass so was von Steuergeldern gefördert wird. Das ist halt einfach so.“