Mitten im Interview: Iris Berben weist Heiner Lauterbach zurecht

In "Ein fast perfekter Antrag" ist Iris Berben aktuell an der Seite von Heiner Lauterbach im Kino zu sehen. Bei einem Interview kam es jetzt zu einem etwas unangenehmen Moment, den die Schauspielerin nicht auf sich sitzen lassen wollte.
von  Sven Geißelhardt
Heiner Lauterbach und Iris Berben bei einem gemeinsamen Auftritt.
Heiner Lauterbach und Iris Berben bei einem gemeinsamen Auftritt. © imago/Sven Simon

Sie kennen sich seit Jahren, standen schon mehrfach gemeinsam vor der Kamera und schätzen sich sehr. Für ihren neuen Film "Ein fast perfekter Antrag" rühren Iris Berben und Heiner Lauterbach gerade kräftig die Werbetrommel. Bei so einer Promo-Tour kann es auch mal zu unangenehmen Momenten kommen – wie jetzt während eines Interviews, als sich Lauterbach einen kleinen Fauxpas leistete.

Heiner Lauterbach schimpft über Edgar-Wallace-Filme

Die beiden Schauspiel-Legenden blicken auf eine überaus erfolgreiche Karriere zurück. Heiner Lauterbach hatte seinen ersten Leinwand-Auftritt 1975, Iris Berben sogar noch ein paar Jahre früher, 1969. In einem gemeinsamen Interview mit "Hörzu" sprechen sie über ihre Anfänge, und wie sich die Branche über die Jahre geändert habe. "Als ich angefangen habe, gab es so etwas wie den Deutschen Film noch gar nicht", betont Lauterbach – und findet direkt ein Negativ-Beispiel: "Da gab es nur handwerklich grausame Edgar-Wallace-Filme."

Heiner Lauterbach und Iris Berben bei der München-Premiere ihres neuen Films "Ein fast perfekter Antrag".
Heiner Lauterbach und Iris Berben bei der München-Premiere ihres neuen Films "Ein fast perfekter Antrag". © BrauerPhotos/G.Nitschke

Iris Berben verwarnt ihren Kollegen: "Vorsicht, Heiner"

Damit setzt sich der 72-Jährige voll in die Nesseln und kassiert von seiner Kollegin direkt einen Rüffel: "Vorsicht, Heiner. In 'Der Mann mit dem Glasauge' hatte ich eine meiner ersten Rollen." In dem Film von 1996 spielte Iris Berben einen kleinen Part an der Seite von Horst Tappert und Fritz Wepper. Das scheint Heiner Lauterbach nicht bewusst zu sein, denn der rudert sofort zurück – und macht auf sehr sympathische Weise auf seine eigenen filmischen Jugendsünden aufmerksam: "Und ich im 'Schulmädchen-Report'. Das war alles, was der Deutsche Film zu bieten hatte."

Damit dürfte Lauterbach für einen Ausgleich gesorgt haben. Er stand übrigens für drei Teile der Reihe vor der Kamera. In "Reifeprüfung vor dem Abitur" (1975), "Irgendwann fängt jede an" (1976) und "Probieren geht über Studieren" (1977) war er zu sehen und spielte in jedem Film eine andere Rolle. Geschadet haben diese Auftritte den beiden Filmstars nicht, denn nach über 50 Jahre zählen sie noch immer zu den erfolgreichsten Schauspielern der Branche.

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