Mit Leon Windscheid durch Tokyo

Unpünktliche Züge scheint es hier nicht zu geben: In Tokyo könnten vor allem deutsche Touristinnen und Touristen einen kleinen, positiven Kulturschock erleben. Japan und seine Hauptstadt sind für diese Pünktlichkeit ebenso bekannt wie für Sauberkeit und eine besondere Wertschätzung des Gemeinwohls. Psychologe und Moderator Leon Windscheid versucht in einer neuen Folge "Terra X: Weltstädte" (auch in der ZDF-Mediathek zu sehen) herauszufinden, woher diese Werte kommen - und was die vergleichsweise junge Millionenmetropole außerdem ausmacht.
"Tokyo" oder auch "Tokio" bedeutet auf Deutsch "östliche Hauptstadt". Das wurde sie jedoch erst mit der sogenannten Meiji-Restauration, der Erneuerung der Macht des Kaisers und der Abschaffung der Militärregierung, im Jahr 1868. Zuvor wurde die Stadt Edo genannt. Ihre Geschichte begann nur etwas mehr als 400 Jahre früher: 1446 wurde im heutigen Stadtgebiet die Burg Edo erbaut, drumherum ein Fischerdorf. Wie wurde daraus die Hauptstadt und dann, nach dem Zweiten Weltkrieg, eine bedeutende Metropole? Schließlich war Japan über Jahrhunderte hinweg weitestgehend von äußeren Einflüssen abgeschottet, erklärt die Dokumentation, und hat aufgrund seiner geografischen Lage immer wieder mit schweren Erdbeben zu kämpfen. So wurde etwa 1923 beim sogenannten Großen Kantō-Beben fast ganz Tokyo zerstört.
Trotzdem hat sich Tokyo zu einer innovativen Weltstadt entwickelt, wie nun auch "Terra X" eindrucksvoll zeigt. Windscheid taucht bei seinem Besuch in die vielfältige Kultur der Metropole ein. Der Psychologe entdeckt die Architektur und trifft unter anderem auf die Sushi-Meisterin Yuki Chizui und auch auf den Toilettenreiniger Yuji Koda - seine Geschichte inspirierte den Oscarnominierten deutsch-japanischen Spielfilm "Perfect Days" (2023).
Terra X: Weltstädte - Tokyo - So. 06.09. - ZDF: 19.35 Uhr