Mit diesem Facebook-Post sorgt Ex-Kickbox-Profi Christine Theiss für Wirbel

Die ehemalige Kickboxerin Christine Theiss sorgt mit einem Facebook-Beitrag zu den Übergriffen in Köln für Wirbel. In der AZ erklärt sie sich.
| Clemens Hagen
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München - Wer Sarkasmus nicht versteht, ist selber schuld“, sagt Christine Theiss (35), lange Jahre Weltmeisterin im Vollkontakt-Kickboxen, zur AZ. Worum es geht? Die Münchnerin hat auf ihrer Facebook-Seite ein Foto gepostet, das sie bei einem Kick zum Kopf einer Gegnerin zeigt.

Dazu schrieb sie (mit einem Augenzwinkern): „Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. ,Armlänge Abstand’ ist doch ein guter Tipp. Und wenn ,Armlänge’ nicht ausreicht, dann wird eben auf ,Beinlänge’ gewechselt.“ Gemeint ist natürlich der umstrittene Rat von Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker an Frauen, um sich vor einer Sex-Attacke zu schützen.

Geerntet hat Christine Theiss allerdings nicht nur Zustimmung wie von Schauspieler Francis Fulton-Smith, der ihren Beitrag kurz und knapp mit „Genauestens!“ kommentierte.

Es gab auch Widerspruch. Ein User schrieb: „Tut mir leid, Christine. Aber die Übergriffe sind zu ernst, um damit Spaß zu machen. In einer Meute von 100 Moslems hast auch Du keine Chance mehr.“ Dabei ging es der Kampfsportlerin und Ärztin eigentlich um etwas Anderes: „Ich wollte mit meinem Post unterstreichen, dass der Vorschlag von Frau Rekers völlig realitätsfern ist.“

Theiss hat sich mit der Problematik der sexuellen Übergriffe von Ausländern intensiv auseinandergesetzt. „Die Gefahr, dass so etwas passiert, steigt in meinen Augen exponentiell, wenn viele junge Männer, die auf engem Raum leben, nichts zu tun haben und dann zum Alkohol greifen. Was mich erstaunte, waren die gute Organisation und die kriminelle Energie der Täter.“

Dass es ausgerechnet in Köln zu den schlimmsten Sex-Angriffen auf Frauen kam, wundert Christine Theiss nicht: „Ich habe selber mal einige Monate dort gelebt und mich nie sicher gefühlt. Da ist München gar kein Vergleich. Hier traue ich mich auch nachts jederzeit alleine durch den Englischen Garten zu gehen. Der Hauptunterschied zwischen den beiden Städten ist, glaube ich, die Rückendeckung, die die Polizei durch die Politik bekommt. Hier gibt es sie, in Köln nicht.“

Christine Theiss, die mit dem Kardiologen und CSU-Politiker Hans Theiss verheiratet ist, sieht auch Versäumnisse, die bei der Integration der Ausländer gemacht werden. „Es reicht nicht, die Flüchtlinge in ein Heim zu packen und sie sich selbst zu überlassen. Man muss ihnen entsprechende Angebote machen, vor allem solche, die ihnen unsere Sprache und Sitten näher bringen.“

Die Medizinerin ist überzeugt, dass es sich bei den Sex-Tätern um Ausnahmen handelte. „Man darf nicht den Fehler begehen und alle Flüchtlinge in einen Topf werfen. Wichtiger wäre es, allen Neuankömmlingen klar zu machen, dass man sich in Deutschland an Regeln halten muss. Wer das tut, ist bei uns willkommen, wer nicht, dem müssen Grenzen aufgezeigt werden.“

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