Mit 70 Jahren gestorben: Musikwelt trauert um Cassandra Wilson

Cassandra Wilson war eine der erfolgreichsten Jazz-Sängerinnen in den USA. Nun ist die zweifache Grammy-Gewinnerin gestorben.
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Cassandra Wilson wurde 70 Jahre alt.
Cassandra Wilson wurde 70 Jahre alt. © imago/MediaPunch / Anthony Pidgeon / MediaPunch.

Trauer um Jazz-Sängerin Cassandra Wilson (1955-2026): Die zweifache Grammy-Preisträgerin, die auch als Songwriterin und Produzentin bekannt war, ist US-Medienberichten zufolge im Alter von 70 Jahren in ihrer Heimatstadt Jackson, Mississippi, verstorben.

Ihr Management erklärte gegenüber dem Jazzradiosender WBGO: "Mit tiefer Trauer geben wir den Tod von Cassandra Wilson bekannt, der Grammy-preisgekrönten und legendären Jazz-Künstlerin. Cassandra Wilson ist friedlich zu Hause eingeschlafen, umgeben von ihrer Familie, engen Freunden und ihrem Manager."

Sie begeisterte sich früh für die Musik

Wilson wurde 2001 vom "Time"-Magazin als Amerikas beste Sängerin bezeichnet. Sie kam 1955 in Jackson als Tochter des Musikers Herman B. Fowlkes und der Lehrerin Mary Fowlkes zur Welt und entwickelte schon früh eine Liebe zur Musik. Mit sechs Jahren begann sie mit dem Klavierunterricht und spielte später auch Gitarre und Klarinette. Während ihres Studiums am Millsaps College und an der Jackson State University trat sie zunächst mit Cover-Bands auf.

Sie ging anschließend nach New Orleans und später nach New York City, wo sie sich dem M-Base Collective von Steve Coleman anschloss. Nach dem Ende ihrer Zeit bei M-Base unterschrieb die Sängerin 1992 einen Vertrag bei Blue Note Records und veröffentlichte das Album "Blue Light 'Til Dawn".

Cassandra Wilson gewann zwei Grammys in ihrer Karriere

Insgesamt erhielt Wilson vier Grammy-Nominierungen und zwei der Preise. Die Auszeichnungen nahm sie 1997 für "New Moon Daughter" und 2009 für "Loverly" mit nach Hause. Im März 2022 wurde Wilson mit dem "Jazz Masters Fellowship" der National Endowment for the Arts ausgezeichnet. Außerdem wirkte sie in Wynton Marsalis' "Blood on the Fields" mit, dem ersten Jazz-Werk, das mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde.

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