Miss Germany 2026: Streamerin Rose Mondy holt den Titel

Gaming-Streamerin Rose Mondy aus Herne hat das Finale von Miss Germany 2026 gewonnen. Die 26-Jährige setzte sich in den Bavaria Filmstudios München gegen acht Mitfinalistinnen durch - mit klaren Worten über Sexismus und Frauenhass.
(ili/spot) |
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Rose Mondy ist Miss Germany 2026.
Rose Mondy ist Miss Germany 2026. © imago/Future Image / Agentur Wehnert/M.Gränzdörfer

Rose Mondy (26) ist die neue Miss Germany. Die Streamerin aus Herne gewann am Samstagabend das Finale des Wettbewerbs in den Bavaria Filmstudios in Grünwald bei München. Gegen acht weitere Kandidatinnen holte sie sich den Titel - mit den meisten Stimmen des TV-Publikums. Rund 2.600 Frauen hatten sich in diesem Jahr für den Wettbewerb beworben.

Direkt nach der Entscheidung meldete sich Mondy auf dem offiziellen Instagram-Account von Miss Germany zu Wort: "Ich bin kurz vorm Durchdrehen. Ich fühl mich überrempelt. Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich bin einfach voller Emotionen gerade."

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Zweiter Anlauf zum Titel

Mondy ist als Kleinkind mit ihren Eltern aus Syrien nach Deutschland geflüchtet und wuchs im Ruhrgebiet auf. Jahrelang kämpfte sie mit einem Sprachfehler - und machte schlussendlich das Sprechen zu ihrem Beruf. Auf der Plattform Twitch spielt sie Videospiele wie Minecraft und Fortnite, spricht offen über Alltagsrassismus und wurde 2025 zur "Streamerin des Jahres" gewählt.

Bereits 2024 hatte sie das Miss-Germany-Finale erreicht, musste damals aber aus gesundheitlichen Gründen absagen - und bewarb sich einfach erneut.

"Ich möchte die große Schwester sein für jede Frau, die gerade an sich zweifelt"

Im Finale hielt Mondy eine Rede, in der sie über ihre Erfahrungen als Frau in der männerdominierten Gaming-Welt sprach: "Ich musste doppelt so hart arbeiten für die halbe Anerkennung." Dann wurde sie grundsätzlicher: "Ein Mann darf ehrgeizig sein und ist dann der Big Boss. Wir Frauen? Wir sind dann die Big Diva."

Ihr Fazit: "Wir kämpfen nicht nur für unsere Träume, sondern gleichzeitig gegen Frauenhass und Sexualisierung." Ihre Vision für das Jahr als Miss Germany formulierte sie schlicht: "Ich möchte die große Schwester sein für jede Frau, die gerade an sich zweifelt."

Schönheit ist nicht das Thema

Der Wettbewerb Miss Germany hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend neu ausgerichtet. Nicht das äußere Erscheinungsbild der Kandidatinnen steht im Mittelpunkt, sondern deren gesellschaftliche Mission. Die Finalistinnen verstehen sich als Frauen, die Verantwortung übernehmen und sich für eine bessere Zukunft für alle Frauen einsetzen wollen. Rose Mondy verkörpert diesen Anspruch.

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