Millionen-Zoff mit Bank: Dieter Hallervorden muss keinen Cent zahlen

Eine Berliner Bank hat Corona-Hilfen in Millionenhöhe von Dieter Hallervorden zurückgefordert. Nun kommt die Kehrtwende.
Alexander Spöri
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Schauspieler Dieter Hallervorden im Schlosspark Theater in Berlin: Am Montag wollte eine Bank noch ihre finanzielle Unterstützung zurück.
Schauspieler Dieter Hallervorden im Schlosspark Theater in Berlin: Am Montag wollte eine Bank noch ihre finanzielle Unterstützung zurück. © F. Gaeth/imago

Schnelle Wende im Millionen-Streit um Dieter Hallervordens (90) Schlosspark Theater in der Hauptstadt: Die unter Staatsaufsicht der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe stehende Investitionsbank Berlin (IBB) hebt sämtliche Rückzahlungsforderungen an die Halliwood GmbH, die das Theater betreibt, mit sofortiger Wirkung auf. Das teilt das Schlosspark Theater der AZ mit.

Erst vor wenigen Tagen hatte die AZ berichtet, dass die IBB von der Halliwood GmbH die Rückzahlung von Corona-Hilfen in Höhe von mehr als 2,2 Millionen Euro verlangt. Die Bank hatte dem Unternehmen offenbar mangelnde Mitwirkung bei der Schlussabrechnung vorgeworfen. Das schrieb zunächst der "Tagesspiegel".

Entwarnung für den 90-Jährigen

Hallervordens langjährige Agentin wies die Vorwürfe schon damals auf AZ-Anfrage zurück. Auch die Tochter des Schauspielers, Nathalie Hallervorden, hatte der AZ mitgeteilt, dass sich die Firma "in einem konstruktiven Austausch" mit der Berliner Bank befinde und alle relevanten Unterlagen vorlägen.

Jetzt also Entwarnung für den 90-Jährigen. Eine Sprecherin des Schlosspark Theaters teilt mit: "Sämtliche Rückzahlungsforderungen der IBB an die Halliwood GmbH sind mit sofortiger Wirkung aufgehoben, nachdem alle vorgelegten Endabrechnungen final geprüft werden konnten. Weitere Ansprüche der IBB bestehen uns gegenüber nicht."

Fall war Teil von größerer Nachprüfung

Der Fall ist offenbar Teil einer größeren Nachprüfung. Die Investitionsbank hat als Bewilligungsstelle Corona-Hilfen von rund 7,1 Milliarden Euro bei 430.000 Anträgen ausgezahlt. Rund 190.000 davon befinden sich laut der Bank noch in der Nachprüfung. Die IBB plant, diese bis 2027 abzuschließen, teilte sie auf AZ-Anfrage mit.

Den konkreten Fall wollte ein Sprecher nicht kommentieren. Jetzt ist er offenbar ohnehin vom Tisch.

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  • FredC2 vor einer Stunde / Bewertung:

    Das heißt, knapp 1/3 der Corona-Hilfe sind immer noch nicht ausgezahl bzw. abschließend bearbeitet!!
    Das ist ein Skandal, und ganz offensichtlich wird auf Zeit gespielt (die Bearbeitung der Anträge ist auch bestimmt outgesourced, und bestimmt zu üppigen Tagessätzen).
    Was nutzen Hilfen, wenn diese erst viele Jahre später gewährt werden?
    Ich kenne einen Selbständigen, der deshalb kurz vor der Pleite steht deshalb.

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  • Der wahre tscharlie vor einer Stunde / Bewertung:

    Na also, alles wird gut.

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  • Himbeer-Toni vor einer Stunde / Bewertung:

    Freut mich für Herrn Hallervorden.

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