Microsoft verteuert Xbox-Konsolen in Europa erneut - Topmodell Series X jetzt bei 800 Euro

Die Xbox wird noch teurer: Seit 1. August zahlen Käuferinnen und Käufer in Europa bis zu 200 Euro mehr für die aktuellen Series-Konsolen. Das Topmodell kratzt erstmals an der 800-Euro-Marke. Microsoft macht explodierende Speicherpreise verantwortlich und warnt schon vor der nächsten Verteuerung.
von  teleschau
Microsoft erhöht die Preise für die Xbox-Modelle.
Microsoft erhöht die Preise für die Xbox-Modelle. © 2024 Getty Images/Tomohiro Ohsumi

Seit dem 1. August 2026 gelten in Europa neue Preise für die gesamte Xbox-Series-Hardware. Microsoft zieht damit die bereits im Juni angekündigte weltweite Preisrunde nach, für die zunächst nur US-Beträge vorlagen. Wie sich zeigt, fällt der Aufschlag hierzulande spürbar deutlicher aus als jenseits des Atlantiks.

Die neuen Preise im Überblick

Am stärksten betroffen ist das Topmodell: Die Xbox Series X mit optischem UHD-Laufwerk und 1 TB Speicher kostet nun 799,99 Euro - seit der letzten Preiserhöhung im Mai 2025 waren es 599,99 Euro, ein Plus von 200 Euro. Die laufwerkslose Digital-Variante mit derselben Speicherkapazität klettert von 549,99 auf 749,99 Euro.

Zum Vergleich: Bei ihrem Marktstart im November 2020 kostete die Series X mit Laufwerk 499,99 Euro. Wer die Konsole heute kauft, zahlt also rund 300 Euro beziehungsweise etwa 60 Prozent mehr als zum Verkaufsstart.

Auch die kleinere Series S wird teurer: Das 512-GB-Modell steigt von 349,99 auf 499,99 Euro, die 1-TB-Ausführung von 399,99 auf 599,99 Euro. Die auslaufende Galaxy-Black-Sonderedition mit 2 TB verschwindet dagegen ganz aus dem Sortiment.

In den USA fiel die Erhöhung zum selben Stichtag prozentual geringer aus: Dort steigt der Preis des Topmodells um 150 US-Dollar auf 799,99 US-Dollar (zzgl. der dort separat ausgewiesenen Steuer).

Speicherpreise als Auslöser

Als Ursache nennt Microsoft die massiv gestiegenen Kosten für Speicherbauteile. In einer Stellungnahme heißt es, die Preise für Konsolenspeicher und RAM hätten sich innerhalb kurzer Zeit mehr als verzweieinhalbfacht. Bis zum Herbst 2027 rechnet der Konzern zudem mit einer weiteren Verdopplung dieser Kosten.

Trotz der happigen Aufschläge bleibt fraglich, ob Microsoft mit dem Verkauf der Konsolen tatsächlich Gewinn erzielt. Branchenmedien wie "Windows Central" hatten zuletzt von einem Verlust in Höhe von umgerechnet rund 150 US-Dollar je verkaufter Einheit berichtet - allerdings bezogen auf die Preise vor der jetzigen Erhöhung. Ob sich das Geschäft damit ins Plus dreht, ist unklar; Berichten zufolge dürfte selbst zu den neuen Konditionen noch mit Verlust verkauft werden, konkrete Zahlen dazu nannte bislang niemand.

Xbox reiht sich in eine Serie von Preisrunden ein

Microsoft steht mit dem Schritt nicht allein da. Sony hatte die PS5-Familie bereits im April 2026 um jeweils 100 Euro verteuert, Nintendo kündigte für September 2026 einen Aufschlag bei der Switch 2 an. Für Käuferinnen und Käufer bedeutet das: Sämtliche großen Konsolenhersteller haben inzwischen die Preisschraube angezogen, planbare Einstiegspreise über eine ganze Produktgeneration hinweg gehören damit zunehmend der Vergangenheit an.

Um den Kauf trotz der höheren Beträge zu erleichtern, kündigte Microsoft ergänzende Finanzierungsmodelle an, darunter zinsfreie Ratenzahlungen sowie Programme für generalüberholte und gebrauchte Geräte. Welche dieser Optionen tatsächlich verfügbar sind, hängt vom jeweiligen Land und den beteiligten Händlern ab.

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