Michelle: "Helene Fischer und ich sind gleich süß und gleich groß"

Michelle ist zurück! Mit im Gepäck: neue Kraft, neue Musik und ein Best-of Album. Kurz vor ihrem TV-Comeback gibt der Schlager-Star ein Interview.
| (sbo/spot)
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Michelle ist zurück! Mit im Gepäck: neue Kraft, neue Musik und ein Best-of Album. Kurz vor ihrem TV-Comeback beim großen Fest zum Jubiläum mit Florian Silbereisen sprach spot on news mit dem Schlager-Star.

Berlin - Es könnte eine Art zweiter Frühling für Schlager-Star Michelle werden. Nach Ehe-Krisen, drohender Privatinsolvenz und plötzlichem Schwächeanfall auf der Bühne springt die Sängerin wieder auf den derzeit sehr erfolgreichen Schlagerzug auf: neue Single, neues Album, anstehende Solo-Tour. Warum vor allem jetzt in ihrem Privatleben im Land der Tulpen endlich Ruhe eingekehrt ist, Nikotinpflaster nicht in Frage kommen und es seit kurzem Familienzuwachs gibt, verrät Michelle in einem Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

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Seit 21. März ist Ihr neues Best-of Album inklusive sieben neuer Songs auf dem Markt. Nachträglich einen Happy Release-Day! Doch warum schon wieder ein Best-of und keine klassische LP?

Michelle: Alle Plattenfirmen, bei denen ich bisher unter Vertrag war, haben immer wieder "Best of"-CDs mit ihren Songs veröffentlicht. Dies ist jetzt die erste Veröffentlichung mit den erfolgreichsten Liedern meiner gesamten Laufbahn als Sängerin. Diese CD ist jetzt mein Baby und ich nenne es "Die very best of Michelle". Die sieben neuen Songs auf diesem Album haben wir aus vielen Vorschlägen ausgewählt. Sie symbolisieren das Jahr 2014. Wir haben mit viel Energie daran gearbeitet, mit den Songs zu zeigen, wohin mein musikalische Weg in der Zukunft führt.

Führt der Weg zielstrebig zum aktuellen Schlager-Hype?

Michelle: Junge Leute haben schon immer Schlager gehört, nur jetzt stehen sie auch dazu. Gerade Casting-Formate wie "Deutschland sucht den Superstar" haben dabei eine große Rolle gespielt. Der Schlager wurde dadurch verjüngt, sodass sich auf einmal viele junge Menschen damit identifizieren können. Witzig ist, dass ausgerechnet Matthias Reim und ich laut Statistik das jüngste Publikum im Schlager haben sollen. Es ist schön, zu sehen, dass sich endlich etwas bewegt. Dieses ganze angestaubte brave Schlager-Image von gestern ist passé. Es hat sich etwas getan in der Branche. Die Leute sind jünger geworden, die Musik hat sich verändert.

Beherzigen Sie das auch in Ihren eigenen Songtexten?

Michelle: Ich schreibe meine Text ja nicht selbst. Den Song "Paris" haben zum Beispiel Ulf Sommer und Peter Plate von "Rosenstolz" geschrieben. Ich muss mich natürlich mit den Texten und der Musik prinzipiell identifizieren können. Uptempo-Nummern wie eben meine erste Single "Paris" gehören da auf jeden Fall dazu. Da geht es um das pure Leben. Ein weiteres Lied, nämlich "Herzstillstand", habe ich übrigens Nino de Angelo abgeschwatzt, der diesen Song unbedingt für sein nächstes Album haben wollte. Ja, ja, das Schlager-Business ist hart, da muss man als Frau eben seinen ganzen Charme einsetzen. (lacht)

Thema hartes Schlager-Business: Die Konkurrenz schläft nicht. Helene Fischer feiert derzeit immense Erfolge. Sehen Sie Gemeinsamkeiten zwischen sich und der Schlagerprinzessin?

Michelle: Jeder Mensch und jeder Künstler ist doch einzigartig. Die einzige berufliche Gemeinsamkeit, die wir zwei haben, ist das gleiche Management. Außerdem sind Helene und ich gleich süß, gleich groß und haben die gleiche Haarfarbe. Ansonsten sind wir musikalisch, stimmlich, menschlich und auch in der Art unserer Präsentation auf der Bühne völlig unterschiedlich.

Was bedeutet das für Ihre Solo-Tournee 2015?

Michelle: Der Starttermin meiner nächsten Solo-Tournee ist zwar erst in knapp einem Jahr und ich möchte noch nicht viel verraten, nur soviel, dass ich nicht aus irgendwelchen Zauberkisten springen werde, sondern das Programm sehr schlicht und musikalisch sein wird, selbstverständlich mit allen meinen Hits und einigen Liedern, die man so vielleicht von mir nicht erwartet. Ich bin kein Fan von einer gigantischen Show, weil ich mich einfach "nur" als Michelle präsentieren möchte. Sich auf das Wichtige zu reduzieren, das ist mein Ding.

Auch wenn es bei Ihnen auf der Bühne künftig ruhiger zugehen soll, so eine Tour hat es konditionstechnisch in sich. Fühlen Sie sich fit für die Strapazen?

Michelle: Ich bin 42 und keine 80. Ich wiege 45 kg, habe aufgehört zu rauchen, drei Kinder, vier Geburten, mein Leben ist eigentlich Sport genug. Für richtiges Training bleibt mir leider kaum Zeit, aber ich habe großes Glück, ich kann essen, was ich will und nehme kein Gramm zu. Das habe ich von meiner Mutter geerbt.

Und das Nikotin fehlt Ihnen kein bisschen?

Michelle: Gar nicht. Ich habe von heute auf morgen im Dezember mit meinem Lebensgefährten Mike aufgehört zu rauchen. Ohne zu viel Lust auf Süßes, ohne Kampf, ohne Nikotinpflaster. Ich vermisse es nicht, mir tut es auch nicht weh. Ich kann den Qualm auch bei anderen riechen, das stört mich überhaupt nicht. Ich beschloss, der Sucht ein Ende zu setzen, weil ich mich geekelt habe.

40 ist das neue 30. Auch Ihnen sieht man die 42 nicht an. Wäre das ein Grund, getreu dem Vorbild von Sonja Kirchberger, sich noch einmal für den Playboy ablichten zu lassen?

Michelle: Hat die Frau Kirchberger sich getraut? Ich bekomme hier in Holland so gut wie gar nichts mit. Der Playboy fragt auch heute noch bei mir an. Aber definitiv nein! Nicht weil ich meinen Körper nicht mehr zeigen könnte, aber ein zweites Mal käme das für mich nicht in Frage. Ich würde auch kein zweites Mal zum Eurovision Song Contest gehen.

Holland ist also seit gut einem Jahr Ihre neue Heimat. Möchten Sie mediale Spekulationen um Ihre Töchter und die Vorwürfe Ihres Ex-Mannes jetzt hier klarstellen?

Michelle: Cèline ist im Moment auf der Schauspielschule in Köln und studiert ganz normal ihre acht Semester. Das sind aber gerade mal eineinhalb Stunden bis zu uns nach Hause, ein Katzensprung. Sie lebt in einer WG, fühlt sich da wohl, ist happy und schickt mir immer ihre neusten Theater-Ergebnisse. Die anderen beiden Mädels sind bei mir in Holland, denen geht es wunderbar. Dann gibt es da noch meinen Freund Mike und unser viertes Kind: unseren kleinen Hundewelpen, besser gesagt, unser Riesenbaby - es ist eine Deutsche Bulldogge.

Das muss doch gleich bei Facebook gepostet werden.

Michelle: Privates ist tatsächlich das, was am besten bei den Fans ankommt. Es passiert schon mal, dass ich etwas Privates poste, aber fängt man einmal damit an, nimmt das kein Ende. Und Privates sollte auch privat bleiben. Grundsätzlich ist Facebook aber ein ganz wichtiges Podium für Fans. Ich bin in der Hinsicht privat allerdings eher altmodisch und nehme lieber den Telefonhörer in die Hand.

Kurze Aussicht auf das Fußballjahr 2014: Angenommen, es kommt zum Duell Holland gegen Deutschland. Wie können wir uns das vorstellen, Michelle in schwarz-rot-goldener Montur im orangefarbenen feindlichen Gebiet?

Michelle: Das ist ganz einfach, Holland wird ganz klar verlieren und ich werde jubeln.

Das sollte Mike jetzt besser nicht hören.

Michelle: Er weiß genau so gut wie wir, dass Holland schlecht spielt, aber er gibt es nicht zu. Nein, eigentlich gibt es da keine Diskrepanz. Wir sitzen ganz süß vor dem Fernseher, er in Orange, ich in Schwarz-Rot-Gold. Und dann gilt es: Der Bessere soll gewinnen.

Sehr diplomatisch. Zusammengefasst hört sich das alles so an, als habe sich vieles sehr positiv in Ihrem Leben entwickelt. Würden Sie die Aussage unterschreiben, dass Ruhe in Ihr Leben eingekehrt ist?

Michelle: Es ist sehr viel Ruhe eingekehrt. Ich denke, die harten Zeiten sind vorbei. Es genügt jetzt aber auch mit den schweren Zeiten. Die hätten für drei Leben gereicht. Jetzt sollte es bitte so weitergehen wie es gerade ist. Besser geht's nicht.

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