Mette-Marit wird 53: Noch ein langer Weg zur Genesung

Nach Kronprinz Haakon, der bereits am 20. Juli seinen Geburtstag im privaten Rahmen feierte, wird heute nun auch Ehefrau Mette-Marit 53 Jahre alt. Hinter der Kronprinzessin liegen harte Monate - und auch in der nächsten Zeit wird es vor allem um ihre Genesung gehen.
von  (ae/spot)
Kronprinzessin Mette-Marit - hier bei einem Termin im März - muss nach ihrer Lungentransplantation wieder zu Kräften kommen.
Kronprinzessin Mette-Marit - hier bei einem Termin im März - muss nach ihrer Lungentransplantation wieder zu Kräften kommen. © imago/ABACAPRESS/Polet Olivier

Eine große Geburtstagsparty zum 53. Geburtstag am 19. August wird es wohl nicht geben: Kronprinzessin Mette-Marit muss sich gut zwei Monate nach ihrer Lungentransplantation weiter erholen. Es kann noch monatelang dauern, bis sie wieder öffentliche Termine wahrnehmen kann.

Mette-Marit muss Training absolvieren und engmaschig betreut werden

Am 5. Juni wurde bekannt, dass die Ehefrau von Kronprinz Haakon (53) auf der Warteliste für eine Lungentransplantation steht, nachdem sich ihr gesundheitlicher Zustand rapide verschlechtert hatte. 2018 war mitgeteilt worden, dass Mette-Marit an einer chronischen Lungenfibrose leidet. Die Krankheit war inzwischen so weit fortgeschritten, dass ihr ohne neue Lungen nach Einschätzung der Ärzte nur noch etwa ein Jahr geblieben wäre.

Am 17. Juni kam dann die erlösende Nachricht, dass sie erfolgreich operiert worden war. Rund einen Monat später, am 14. Juli, verkündete der Palast dann die Entlassung aus dem Krankenhaus. Der Gesundheitszustand der Kronprinzessin sei den Umständen entsprechend gut, zitierte der Palast in einer Erklärung Abteilungsleiter Are Holm von der Lungenabteilung des Rikshospitalet in Oslo.

Er erklärte auch, dass vor Mette-Marit noch viel Arbeit liegt, um zu neuen Kräften zu kommen: "In den nächsten 6 Monaten wird die Kronprinzessin ein Training absolvieren und engmaschig betreut werden, um mögliche Komplikationen wie Abstoßungsreaktionen und Infektionen frühzeitig zu erkennen."

Keine Termine während Rehabilitation

Im Normalfall dauere es oft etwa ein Jahr, bis sich der Zustand stabilisiert, so der Spezialist. Das Königshaus kündigte vor diesem Hintergrund an, dass die Kronprinzessin, die ihren vorerst letzten öffentlichen Auftritt zum Nationalfeiertag am 17. Mai mit Sauerstoffgerät absolvierte, sich auch weiterhin zurückzieht: "Es ist nicht vorgesehen, dass die Kronprinzessin während der Rehabilitationszeit offizielle Aufgaben wahrnimmt." Haakon hingegen werde "während dieser Zeit ein offizielles Programm haben", aber "Vorkehrungen treffen", um seiner Ehefrau auf künftig beistehen zu können. Allerdings muss er derzeit auch seinen Vater König Harald (89) vertreten, der ebenfalls krankheitsbedingt ausfällt.

Der Palast hat sich in den vergangenen Monaten nur zu ausgewählten Zeitpunkten über Mette-Marits Zustand geäußert. Seit der Transplantation gab es aber einige positive Signale. So wurden nach dem WM-Achtelfinale am 5. Juli erste Fotos nach der Operation veröffentlicht, auf denen die Kronprinzessin sehr entspannt aussieht. Eines zeigte das Kronprinzenpaar während des Duells der Norweger gegen Brasilien auf dem Sofa mit umgelegten Fanschals, eine weitere Aufnahme zeigte die beiden stehend am Fenster, von wo aus sie die feiernde Menge vor dem Schloss beobachteten. Damals betonte eine Sprecherin aber, dass Mette-Marit noch weiter im Krankenhaus behandelt werde.

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Haakon verweist auf "langen Weg zur Besserung"

Kurz darauf unternahm Haakon wieder eine erste Auslandsreise und besuchte am 11. Juli in Miami das Viertelfinale gegen England. Norwegen flog zwar aus der WM 2026, dafür gab der Kronprinz ein hoffnungsvolles Update zu seiner Frau: "Zum Glück läuft es jetzt immer besser, worüber wir uns sehr freuen." Wenige Tage später, als Mette-Marit bereits wieder daheim war, betonte er bei einem Besuch in Krokstadelva laut "VG" erneut, dass sich die Lage bessere. Gleichzeitig gab er auch zu bedenken: "Aber das ist erst der Anfang eines ziemlich langen Weges zur Besserung."

Bereits im offiziellen Statement zur Entlassung aus der Klinik am 14. Juli wurde Haakon mit den Worten zitiert: "Es ist eine große Erleichterung, die Kronprinzessin wieder zu Hause zu haben. Wir freuen uns alle sehr, dass die erste Phase so gut verlaufen ist." Weiter hieß es: "Obwohl wir wissen, dass ein langer Genesungsweg vor uns liegt und Komplikationen auftreten können, ist es ein sehr gutes Gefühl, so weit gekommen zu sein."

In der Mitteilung des Palastes erklärte Mette-Marit, sie danke allen Menschen, die sich für eine Organspende entscheiden. "Es hat mir das Geschenk des Lebens gegeben, und Worte reichen nicht aus, um auszudrücken, wie dankbar und demütig ich dafür bin." Einen besonderen Gruß schickte sie an "meine Fibromyalgie-Freunde": "Ihr seid in einer der schwierigsten Phasen meines Lebens einfach großartig gewesen. Mit Fibrose zu leben ist nichts für schwache Nerven, und ich denke jeden Tag daran, wie stark ihr seid."

Wiedersehen mit verurteiltem Sohn Marius

Neben ihren eigenen gesundheitlichen Sorgen überschatteten auch die schweren Vorwürfe gegen ihren ältesten Sohn Marius Borg Høiby (29), der aus einer früheren Beziehung stammt, die vergangenen Monate. Er befindet sich bereits seit Februar in Untersuchungshaft, am 3. Februar begann der Prozess am Bezirksgericht Oslo. Am 15. Juni fiel das Urteil: Der 29-Jährige muss unter anderem wegen zweier Vergewaltigungen, Körperverletzung und Misshandlung in einer engen Beziehung vier Jahre in Haft. Er wurde von zwei weiteren Vergewaltigungsvorwürfen freigesprochen. Da Høiby Teile des Urteils angefochten hat, ist es noch nicht rechtskräftig.

Seit dem 14. Juli darf er einen Hausarrest mit elektronischer Fußfessel auf dem Anwesen Skaugum verbringen und hat dort vermutlich auch schon Zeit mit seiner Mutter verbracht. Für Mette-Marit dürfte das Wiedersehen neben ihrer neuen Lunge das schönste Geschenk gewesen sein.

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