Mette-Marit wartet auf neue Lunge: Marius Borg Høiby darf nicht zu ihr

Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen steht auf der Warteliste für eine Lungentransplantation. Ihr Sohn Marius Borg Høiby, der wegen Vergewaltigungsvorwürfen in Untersuchungshaft sitzt, wollte deshalb kurzfristig freigelassen werden. Das wurde aber abgelehnt
(eyn/spot) |
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Der inhaftierte Marius Borg Høiby, hier 2016, will an der Seite seiner Mutter Mette-Marit sein.
Der inhaftierte Marius Borg Høiby, hier 2016, will an der Seite seiner Mutter Mette-Marit sein. © imago/Bestimage/Royalportraits Europe/Bernard Rubsamen

Marius Borg Høiby (29), Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen (52), will seine Untersuchungshaft gegen eine elektronische Fußfessel eintauschen. Als Begründung führte sein Verteidiger gegenüber der norwegischen Zeitung "Aftenposten" den verschlechterten Gesundheitszustand seiner Mutter an. Høiby würde dann in ein gemietetes Haus auf dem Schlossgelände Skaugum zurückkehren, wo er bereits mehrere Jahre gelebt hat - direkt neben der kranken Mette-Marit. Der Antrag scheiterte aber noch am selben Vormittag.

Die Polizei lehnte eine Freilassung ab - und verweigerte Høiby auch die Teilnahme an einem Informationsgespräch mit Mette-Marits Ärzten im Krankenhaus, an dem der Rest der Kronprinzenfamilie teilnahm. Sein Anwalt bezeichnete die Entscheidung als "sehr überraschend". Der Fall wird nun dem Amtsgericht Oslo zur weiteren Prüfung vorgelegt, bestätigte Staatsanwältin Oda Karterud.

Am Freitag gab das norwegische Königshaus bekannt, dass die Ehefrau von Kronprinz Haakon (52) auf die Warteliste für eine Lungentransplantation gesetzt worden ist. "Die Entwicklung der Lungenerkrankung der Kronprinzessin ist ernst", heißt es in der Mitteilung, sie müsse "so bald wie möglich" eine Spenderlunge erhalten. Mette-Marit leidet seit 2018 an chronischer Lungenfibrose, einer unheilbaren Erkrankung, bei der sich Narbengewebe in der Lunge bildet und die Atmung zunehmend einschränkt.

Seit Februar in U-Haft

Marius Borg Høiby, Mette-Marits Sohn aus einer früheren Beziehung, sitzt seit Beginn seiner Hauptverhandlung Anfang Februar in Untersuchungshaft, die Urteilsverkündung ist für den 15. Juni angesetzt. Ihm werden mehr als 40 Vergehen vorgeworfen, darunter mehrere Vergewaltigungen. Das norwegische Königshaus hatte sich zu dem ganzen Prozess bedeckt gehalten. Es sei ein anstrengendes Jahr gewesen und sie habe sich professionelle Hilfe gesucht, sagte Mette-Marit in der Sendung "Das Jahr mit der königlichen Familie".

Anfang Mai hatte Høiby bereits einen Antrag auf Entlassung aus der U-Haft gestellt, damals mit Verweis auf die psychische Belastung durch die Haftbedingungen. Das Amtsgericht Oslo lehnte auch diesen Antrag ab.

Jetzt will er seiner Mutter beistehen. Seine Halbschwester Prinzessin Ingrid Alexandra (22) ist bereits nach Norwegen zurückgekehrt und wird ihr kommendes Universitätssemester in Oslo statt an der Universität Sydney absolvieren. Mette-Marits und Haakons Sohn, Prinz Sverre Magnus (20), soll ebenfalls aus dem Ausland heimkehren, wie das Königshaus mitteilt. Auch Haakon schränkt sein Programm ein und wird auf längere Reisen verzichten, unter anderem die Feierlichkeiten zur Goldenen Hochzeit des schwedischen Königspaares am 13. Juni in Stockholm. Seinen Staatsbesuch in Japan hat er just vorzeitig abgebrochen.

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