Meryl Streep und Anna Wintour posieren für legendäres "Vogue"-Cover

Miranda trifft Anna: Meryl Streep und Anna Wintour zieren gemeinsam das Mai-Cover der "Vogue". Im Interview mit Regisseurin Greta Gerwig sprechen die Modepäpstin und die "Der Teufel trägt Prada"-Schauspielerin über ihre besondere Verbindung.
(ncz/spot) |
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Anna Wintour (l.) und Meryl Streep sind gemeinsam auf dem Cover der Mai-Ausgabe der "Vogue".
Anna Wintour (l.) und Meryl Streep sind gemeinsam auf dem Cover der Mai-Ausgabe der "Vogue". © imago/Cover-Images / imago images/AFF-USA/OConnor-Arroyo

Ein Popkultur-Moment für die Ewigkeit: Pünktlich zum Erscheinen der lang ersehnten Fortsetzung von "Der Teufel trägt Prada" haben Meryl Streep (76) und Anna Wintour (76) gemeinsam für ein Cover posiert. Fotografiert von Annie Leibovitz, zieren die echte Modepäpstin und ihre filmische Reinkarnation Miranda Priestley den Titel der Mai-Ausgabe der "Vogue".

Begleitet wurde das Shooting mit dem Untertitel "Als Miranda Anna traf" von einem Gespräch zwischen Streep und Wintour, das Regisseurin Greta Gerwig moderierte. Darin geben die Schauspielerin und die ehemalige "Vogue"-Chefin Einblicke in ihre ungewöhnliche Verbindung und die Entstehung der legendären Filmfigur Miranda.

"Alle hatten Angst vor Anna"

Besonders amüsant ist Streeps Rückblick auf die Dreharbeiten zum ersten Teil aus dem Jahr 2006. Damals war die Modebranche offenbar noch so eingeschüchtert von Wintours möglichem Missfallen, dass die Produktion vor logistischen Problemen stand. "Beim ersten Film hatten alle Angst vor Anna, also konnten wir keine Kleidung finden. Niemand wollte uns Kleidung geben", erinnert sich Streep.

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Für das Sequel, das im Mai in die Kinos kommt, hat sich das Blatt gewendet. Miranda Priestley kehrt in einer Ära zurück, in der das Konzept des klassischen Printmagazins um seine Existenz kämpft. Streep beschreibt die neue Ästhetik der furchtlosen Chefin als "essentieller" und weniger dekorativ. "Sie macht sich weniger Sorgen darüber, was andere denken."

Wintour über die "Ehre", von Streep gespielt zu werden

Anna Wintour zeigt sich im Interview ungewohnt nahbar und zollt Streep höchsten Respekt. Das Klischee der kühlen Distanz weicht einer gegenseitigen Bewunderung: "Zunächst einmal möchte ich sagen, dass es eine solche Ehre ist, von Meryl gespielt zu werden, wie weit Miranda auch von mir selbst entfernt sein mag. Wer würde das nicht als ein außergewöhnliches Geschenk betrachten?"

Auf die Frage von Greta Gerwig, ob sie die Rollen im echten Leben tauschen könnten, reagierten beide mit Humor. Während Wintour trocken feststellt, sie sei "absolut talentfrei" für die Bühne oder die Leinwand, zeigt Streep Respekt vor dem modischen Alltag der Chefin: "Ich hätte schreckliche Angst vor den Schuhen. Jeden Tag, wow, alles so perfekt zusammenzustellen." Dennoch reize sie der Gedanke, mit jungen Talenten zu arbeiten und "Ideen im Fluss zu halten".

Anna Wintour und "Der Teufel trägt Prada"

Dass Wintour heute so offen mit dem eigenen filmischen Denkmal umgeht, könnte strategisch sein. Während sie zur Premiere des Originalfilms lediglich durch ihr Erscheinen in Prada bei der Premiere Humor bewies und ihre sonstigen Reaktionen auf ein Minimum beschränkte, scheint sie die PR jetzt medienwirksam zu nutzen.

So war es Anna Wintour, die im März an der Seite von Hauptdarstellerin Anne Hathaway bei den Oscars auf der Bühne stand und nun das Cover ihres eigenen Magazins ziert. Das Branchenmagazin "Variety" wertet dies als Ausdruck ihres eisernen Willens: Durch pure Willenskraft hat Wintour ein Franchise, das ursprünglich darauf basierte, wie schrecklich die Arbeit bei der "Vogue" sei, in eine persönliche Werbeplattform verwandelt.

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