Melania Trump: Darum sorgt ihr Epstein-Statement für so viel Wirbel
Ein Statement von First Lady Melania Trump (55) sorgt für Aufsehen. In der Erklärung wies sie Berichte zurück, die sie mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953-2019) in Verbindung bringen. "Ich war nie mit Epstein befreundet", sagte Trump vor der Presse im Weißen Haus. "Ich bin kein Opfer von Epstein. Epstein hat mich nicht mit Donald Trump bekannt gemacht", heißt es zudem in ihrer Einlassung, die sie auch auf Instagram verbreitete.
Angeblich war auch US-Präsident Donald Trump (79) im Vorfeld nicht darüber informiert, dass seine Ehefrau vor Journalisten über Epstein sprechen werde. Der "MS NOW"-Reporterin Jacqueline Alemany sagte er offenbar, er habe nichts von der Erklärung seiner Frau gewusst, bevor sie zu sprechen begann. Das postete Alemany auf X. Allerdings gibt es auch gegenteilige Berichte. "CNN" erklärte unter Berufung auf eine mit der Situation vertrauten Person, dass Trump "wusste", dass Melania eine Erklärung abgeben wollte.
Melania Trump: "Die Lügen müssen heute ein Ende finden"
Melania Trumps Büro hatte laut dem "People"-Magazin in einer E-Mail vom Mittwoch, dem 8. April, angekündigt, dass sie am Donnerstag im Weißen Haus "eine Erklärung abgeben" wolle. Das Thema wurde demnach nicht erwähnt. In ihrer Ansprache hieß es dann: "Die Lügen, die mich mit dem schändlichen Jeffrey Epstein in Verbindung bringen, müssen heute ein Ende finden." Sie fügte hinzu, denjenigen, die die Lügen über sie verbreiteten, mangele es an ethischen Maßstäben und Respekt. Sie wolle sich gegen deren "boshafte Versuche" wehren, "meinen Ruf zu diffamieren".
Die First Lady sagte außerdem, dass "gefälschte Bilder und Aussagen" über sie und Epstein in den sozialen Medien im Umlauf seien. Diese seien "völlig falsch".
Sie dementierte Gerüchte, dass Epstein sie dem späteren Präsidenten vorgestellt habe. Ihre zufällige Begegnung mit Trump auf einer Party im Jahr 1998 sei in ihren Memoiren "Melania" dokumentiert, so die First Lady. "Ich war nie mit Epstein befreundet. Donald und ich wurden von Zeit zu Zeit zu denselben Partys wie Epstein eingeladen, da sich gesellschaftliche Kreise in New York City und Palm Beach häufig überschneiden", sagte Melania Trump weiter und fügte hinzu, dass sie Epstein erst bei einer Veranstaltung im Jahr 2000 kennengelernt habe, an der sie gemeinsam mit Trump teilnahm. "Zu diesem Zeitpunkt hatte ich Epstein noch nie getroffen und wusste nichts von seinen kriminellen Machenschaften", so Trump.
Die 55-Jährige erklärte außerdem, sie habe keine Verbindung zu Epsteins Komplizin Ghislaine Maxwell (64) gehabt, und spielte die Bedeutung eines E-Mail-Austauschs von 2002 zwischen ihr und Maxwell herunter, der in den Epstein-Akten aufgetaucht war. Dies sei "nicht mehr als eine beiläufige Korrespondenz" gewesen. "Meine höfliche Antwort auf ihre E-Mail ist nichts weiter als eine belanglose Notiz."
Rätselraten um Erklärung
Warum Melania Trump sich nun entschieden hat, diese Erklärung abzugeben, ist offenbar unklar. Auch normalerweise gut über die Trumps informierte Medien scheinen überrascht. Die Korrespondentin im Weißen Haus für Fox News, Jacqui Heinrich, sagte, sie und ihr Team seien ratlos. "Wir haben versucht zu verstehen, warum sie diese Äußerung gerade heute gemacht hat - ob es etwas gab, auf das sie reagiert, das vielleicht bereits in den Nachrichten war und sie verärgert hat, oder ob es eine Meldung gibt, die noch nicht veröffentlicht wurde, die aber bald erscheinen wird und der sie zuvorkommen wollte", erklärte Heinrich.
"Wir versuchen immer noch herauszufinden, warum sie diese Erklärung heute abgegeben hat", fügte sie hinzu. "Ich habe jeden Kontakt in meinem Telefon angerufen, einschließlich des Präsidenten, und keine Antworten erhalten." Die "New York Post" zeigte sich ebenfalls überrascht. "Es ist unklar, warum die First Lady sich entschied, die Pressekonferenz zu einem Zeitpunkt abzuhalten, zu dem das Weiße Haus versucht, die Epstein-Affäre hinter sich zu lassen, die die zweite Amtszeit ihres Mannes belastet hat", schreibt die New Yorker Zeitung. Marc Beckman, ein leitender Berater der First Lady, sagte demnach lediglich, dass sie "sich jetzt zu Wort gemeldet hat, weil genug genug ist".
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