Max von der Groeben, Karin Thaler, Oliver Berben: Promis feiern Premiere in München

Die gute Laune, die die Stars des neuen Kino-Coups von Constantin Film am Montag (31. August) im Mathäser Filmpalast verbreiten, ist ansteckend: Hauptdarstellerin Mala Emde (30) knipst fleißig Selfies mit ihren Schauspiel-Kollegen und Natalie Kim Lehmann (22, u. a. "Sturm der Liebe") strahlt im Blitzlichtgewitter am roten Teppich übers ganze Gesicht: "Meine Eltern sind heute hier dabei und ganz stolz auf mich. Und ich bin es auch", sagt die Schauspielerin der AZ.
Denn der Film, der ab Donnerstag (3. September) bundesweit in den Kinos zu sehen sein wird, ist ein Filmprojekt der besonderen Art: Mit Witz und Feingefühl erzählt Regisseur Marc Rothemund ("Ein fast perfekter Antrag") in "Das gewisse Etwas" die Geschichte von zwei Juwelen-Dieben (Max von der Groeben und Florian Lukas), die sich ausgerechnet bei einer Gruppe junger Erwachsener mit Beeinträchtigung verstecken, die mit ihren Betreuern (Mala Emde, Jasmin Schwiers, Lorenzo Germeno) gerade in den Sommerurlaub aufbrechen – und sich kurzerhand als die fehlenden Mitreisenden ausgeben.
Max von der Groeben: "Ich begegne allen Menschen offen und jedem gleich"
Zur Weltpremiere am Montag in München schwärmt Hauptdarsteller Max von der Groeben im Gespräch mit der AZ: "Es ist selten im deutschen Film und Fernsehen, dass man so eine große Aufmerksamkeit auf Menschen mit Beeinträchtigung legt." Das sei auch einer der Hauptgründe für den 34-Jährigen gewesen, an diesem Projekt mitzuwirken. "Ich begegne allen Menschen offen und jedem gleich. Das sollten alle öfter tun."

"Kanu des Manitu"-Star spricht sich gegen das Gleichsein und für Diversität in der Gesellschaft aus
Und was macht für Hauptdarstellerin Jasmin Schwiers (44, u. a. "Das Kanu des Manitu") "das gewisse Etwas" mancher Menschen aus? "Ich finde es schön, wenn ein Mensch etwas Besonderes, etwas Eigenes, Individuelles hat. Wir sind in unserer Gesellschaft so gepolt auf Gleichsein, Schlanksein, Schönsein, da findet so viel im Außen statt." Schwiers möge es, "wenn es bunt ist und jeder anders aussieht – also Diversität und Authentizität".
Jasmin Schwiers: Mit diesen Rollenbildern will sie brechen
Als Frau und Mutter zweier Kinder kennt auch sie klassische weibliche Rollenbilder nur zu gut – will sich damit aber nicht zufriedengeben: "Meine Mama ist ein absolutes Kümmerchen, eine Versorgerin, sie hält alles zusammen, ich glaube, das habe ich von ihr übernommen. Das Gleiche gilt für meine Oma."

Das sei zwar eine gute Eigenschaft, aber: "Man muss auch aufpassen, dass man sich nicht zu sehr selber darin verliert, dass es immer nur den anderen gut geht. Mit diesem Rollenbild, das sehr viel Positives hat, versuche ich ein bisschen zu brechen – um mich selbst nicht ganz aus den Augen zu verlieren."
Ebenfalls bei der Premiere dabei: Constantin-Chef Oliver Berben, die Schauspieler Silke Popp (die nach der Vorstellung schwärmt: "Was für eine berührende Komödie über Vorurteile und Menschlichkeit – perfekt ist langweilig!"), Karin Thaler ("Rosenheim-Cops") oder Johannes Berzl ("Guglhupfgeschwader").