Max Raabe fordert zum Faulsein auf!

Anlässlich seines neuen Albums "Der perfekte Moment... wird heut verpennt" hat sich Max Raabe Zeit für ein Gespräch über Humor, Hängematten und seine innere Uhr genommen.
| (hom/spot)
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Max Raabe (54) ist mit neuer Musik zurück. Auf seiner Platte "Der perfekte Moment... wird heut verpennt" lässt er mal schön den faulen Max raushängen. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news spricht der Sänger mit der berühmten Baritonstimme über rar gesäte Hängematten und die Schwierigkeiten des Aufstehens. Außerdem verrät er, wie sein Verhältnis zu Mode ist. (Das neue Album "Der perfekte Moment... wird heut verpennt" von Max Raabe können Sie hier bestellen)

Herr Raabe, ist Ihr Lied "Der perfekte Moment... wird heut verpennt" eine Hommage ans Faulsein?
Max Raabe: Mehr als das, eine Aufforderung sämtliche Stecker rauszuziehen und sich einfach mal gehen zu lassen.

Sind Sie selbst gerne manchmal faul?
So oft sich die Gelegenheit ergibt, lasse ich mich in die nächstbeste Hängematte fallen. Leider sind in meinem Alltag die Hängematten rar gesät.

In welchen Momenten würden Sie lieber einfach nur im Bett liegen bleiben?
Wenn es geht, vertraue ich meiner inneren Uhr und stehe erst dann auf, wenn ich wach werde. Und das kann dauern.

In Ihren Liedern schwingt immer eine gehörige Portion Humor mit. In welchen Situationen wird ein Max Raabe denn auch mal ernst?
Ich muss oft genug ernst sein und für mich ist Humor ein Ventil, das Leben schöner zu gestalten.

Ihr neues Album ist in Zusammenarbeit mit den Rosenstolz-Machern Peter Plate, Ulf Leo Sommer und Daniel Faust entstanden. Wie kam es dazu?
Annette Humpe hat mich auf die Jungs aufmerksam gemacht. Und als das erste Treffen sehr effektiv und lustig war und wir schon an einem Stück arbeiten konnten, war sehr bald klar, dass wir zusammen mit Annette Humpe und Achim Hagemann ein Album produzieren wollten.

Mit Annette Humpe haben Sie zuvor schon zusammengearbeitet und auch jetzt wieder drei Lieder geschrieben. Was fasziniert Sie an ihr?
Obwohl wir aus zwei vollkommen verschiedenen Richtungen kommen und jeder seinen eigenen Kopf hat, haben wir immer wieder Ideen. Und weil wir unterschiedlich ticken, ist die Arbeit und das was dabei herauskommt immer beglückend und spannend.

Sie covern immer wieder gerne auch Songs von aktuellen Pop-Stars. Gäbe es aktuell einen Song, der Sie reizen würde?
Die Idee Lieder aus den Top 10 zu covern kam uns 2001. Seitdem haben wir so etwas nicht mehr gemacht, denn ich finde, dass man einen Witz nicht zweimal erzählen sollte.

Sie sind Anfang Oktober in der Elbphilharmonie aufgetreten. War das ein besonderes Erlebnis? Was zeichnet dieses Konzerthaus aus? Wie war die Akustik?
Ich war sehr neugierig auf die besondere Akustik und fand das Singen in diesem großen Saal herrlich. Besonders die leisen Töne in den Raum zu stellen, habe ich sehr genossen.

In der Öffentlichkeit erscheinen Sie stets stilvoll gekleidet im Anzug mit Krawatte, feinen Schuhen. Wie wichtig ist Ihnen Mode?
Mode an sich interessiert mich überhaupt nicht. Wenn Sie eine Fotografie finden auf der ich modisch gekleidet bin, schenke ich Ihnen zwei Konzertkarten.

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