Matthias Steiner: "Eine Karriere als Musiker könnte ich mir vorstellen"

Olympiasieger Matthias Steiner geht neue Wege, nachdem er in diesem Jahr seine aktive Karriere als Gewichtheber beendet hat.
| (ala/spot)
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Berlin - Der Gewichtheber und Olympiasieger Matthias Steiner (31) hat in diesem Jahr seine Karriere als Leistungssportler beendet und ist zum zweiten Mal Vater geworden. Mit seiner Frau, der TV-Moderatorin Inge Steiner, hat der gebürtige Österreicher die Steinertainment GmbH gegründet. Er geht nun neue berufliche Wege in der Unterhaltungsbranche. Der Nachrichtenagentur spot on news verrät Steiner, ob noch weiterer Nachwuchs geplant ist und erzählt, was er von einer Zukunft als Volksmusiker hält.

In dieser Biografie erfahren Sie mehr über das bewegte Leben von Matthias Steiner

Sie haben Ihre aktive Sportkarriere in diesem Jahr beendet. Ist dadurch eine Leere in Ihrem Leben entstanden?

Matthias Steiner: Nein, überhaupt nicht. Nach 17 Jahren Gewichtheben und drei Olympischen Spielen habe ich sehr viel erlebt. Es ist ein wenig Wehmut dabei, aber dafür habe ich jetzt mehr Zeit für meine Familie.

Sie sind in diesem Jahr zum zweiten Mal Vater geworden. Wie stressig ist Ihr Alltag mit zwei Kindern?

Steiner: Der Alltag ist sehr stressig. Meine Frau managt alles, sie ist sehr belastungsfähig. Der Kleine kann jetzt zum Glück schon etwas aufstehen, aber er muss noch rundum betreut werden. Wir haben nun mal Kinder und haben uns bewusst für dieses Leben entschieden. Das war auch einer der Gründe, dass ich gesagt habe, es geht nicht mehr mit Sport. Sonst wäre ich ständig unterwegs.

Ist noch weiterer Nachwuchs geplant?

Steiner: Nein, wir wollten immer zwei Kinder. Unsere Familienplanung ist abgeschlossen.

Sie sind Diabetiker und gehen sehr offen mit dieser Krankheit um. Sie steigen nun auf eine Insulinpumpe um. Was erhoffen Sie sich von der Umstellung?

Steiner: Bisher muss ich bei der Pen-Therapie morgens und abends spritzen. Zusätzlich muss ich zum Essen korrigierend spritzen. Mit der Pumpe von Accu Chek habe ich den Vorteil, dass ich auch mal spontan Sport machen kann und nicht gleich wieder zum Ausgleich essen muss. Ich erhoffe mir mehr Flexibilität in Stresssituationen und in meinem beruflichen Alltag.

Sie mussten bisher sogar nachts aufstehen.

Steiner: Ja, mit der extremen Belastung im Leistungssport hatte ich nie Kontinuität. Mein Körper war deshalb immer müde und ich wusste nie, welche Dosis ich brauche. Daher musste ich nachts den Wecker stellen und die Werte messen. Ohne die Extrembelastung sind meine Werte stabiler. Meine Frau weckt mich auch, wenn sie an der Atmung hört, dass etwas nicht stimmt.

Sie haben im letzten Jahr erheblich an Gewicht verloren. Was war für Sie der Beweggrund?

Steiner: Ich bin bei meinen ersten Olympischen Spielen in der Kategorie bis 105 Kilo gestartet. In London bin ich in der Kategorie bis 150 Kilo angetreten. 150 Kilo sind für Diabetes nicht gerade ideal, vor allem weil ich jetzt nicht mehr so viel trainiere. Ich kenne mich 22 Jahre nur schlank. Die letzten acht Jahre waren ein Ausnahmezustand, da habe ich für den Erfolg zugelegt. Es ist für mich jetzt ein logischer Schritt, Gewicht zu reduzieren. Ich werde aber noch weiter abnehmen. Noch wiege ich 125 Kilo und das ist zu viel, denn ich will mindestens auf 110 Kilo.

Sie und Ihre Frau haben sich mit der Steinertainment GmbH selbstständig gemacht. Erfinden Sie sich gerade neu?

Steiner: Ich musste ja nach dem Sport etwas machen. Ich habe nicht ausgesorgt mit dem Gewichtheben. Ich will Neues ausprobieren und meine Familie ernähren. Ich lebe derzeit von Vorträgen über mein Leben. Ich will zeigen, dass man auch in ausweglosen Situationen etwas erreichen kann, und probiere mich momentan aus. Die Medienbranche reizt mich sehr. Meine Frau und ich moderieren beispielsweise auch zusammen.

Beim "Adventsfest der 100.000 Lichter" haben Sie kürzlich Ihr musikalisches Talent bewiesen. Sie haben mit Ihrer Frau gesungen und mit Florian Silbereisen musiziert. Planen Sie nun eine Karriere als Volksmusiker?

Steiner: Eine Karriere als Musiker könnte ich mir vorstellen, aber ob als Volksmusiker weiß ich nicht. Es muss unbedingt authentisch wirken.

Wie verbringen Sie Weihnachten?

Steiner: Wir feiern bei meinen Eltern in Österreich. Die Kinder können sich dort austoben. Meine Mutter kocht und wir haben mal etwas Pause.

Was sind Ihre Vorsätze für das Jahr 2014?

Steiner: Ich will weiterhin ein guter Ehemann und Familienvater sein. Und ich hoffe, dass wir mit unserer neuen Firma Erfolg haben.

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