Matthew Perrys Ex-Assistent muss für mehr als drei Jahre hinter Gitter

Kenneth Iwamasa muss für mehr als drei Jahre ins Gefängnis. Das berichten mehrere US-Medien wie die "Los Angeles Times" übereinstimmend. Der ehemalige Assistent des im Jahr 2023 verstorbenen "Friends"-Stars Matthew Perry hatte sich im Sommer 2024 schuldig bekannt, dem Schauspieler mehrfach Ketamin verabreicht zu haben.
Iwamasa wurde demzufolge zu einer Haftstrafe von 41 Monaten verurteilt. Laut "People"-Magazin muss er zudem zwei Geldstrafen in Höhe von 10.000 US-Dollar und 100 Dollar zahlen. Der Ex-Assistent müsse seine Haftstrafe bis zum 17. Juli antreten und sich für zwei Jahre unter Aufsicht stellen.
Angeklagter hätte "jederzeit Maßnahmen ergreifen können"
"Ihr Verhalten war rücksichtslos, nicht nur am Tag seines Todes, sondern auch in der Zeit davor", habe die zuständige Richterin bei der Verkündung des Strafmaßes erklärt. "Als der Angeklagte mit ansah, wie Perry immer tiefer in die Dunkelheit abrutschte, hätte er jederzeit Maßnahmen ergreifen können, um Perry wieder ins Licht zu holen", habe es im Antrag der Staatsanwaltschaft geheißen. Er habe sich dazu entschieden, nicht zu helfen. Iwamasa habe zudem dabei geholfen, die Drogen zu besorgen.
Die Bundesbehörden erhoben in dem Fall im Jahr 2024 Anklage gegen insgesamt fünf Personen. Drei von ihnen bekannten sich noch im selben Jahr schuldig: neben Iwamasa auch der Drogenberater Erik Fleming sowie Dr. Mark Chavez. Später zogen Dr. Salvador Plasencia und die als "Ketamin-Queen" bekannte Jasveen Sangha nach. Sangha wurde wegen des Vertriebs von Drogen und der Lieferung des Ketamins zu 15 Jahren Bundeshaft verurteilt, Plasencia zu 30 Monaten Gefängnis, Fleming zu zwei Jahren Haft sowie drei Jahren Bewährung und Chavez zu acht Monaten Hausarrest, drei Jahren Bewährung sowie 300 Stunden gemeinnütziger Arbeit.
Perry, der viele Jahre offen mit einer Suchterkrankung rang, war am 28. Oktober 2023 im Alter von 54 Jahren im Whirlpool seines Hauses tot aufgefunden worden. Als Todesursache war von der Gerichtsmedizin festgestellt worden, dass Perrys Tod primär durch "akute Auswirkungen" von Ketamin verursacht wurde.