"Maschendrahtzaun"-Ikone aus "TV total" gestorben: Regina Zindler ist tot

Die durch einen legendären TV-Moment bekannt gewordene Regina Zindler ist tot. Die sächsische "TV total"-Kultfigur starb bereits am 5. Mai in ihrem Wohnort Zwickau an einer schweren Krebserkrankung im Endstadium, wie "Bild" berichtet. Sie wurde 78 Jahre alt.
Nachbarschaftsstreit bei Richterin Barbara Salesch: Darum wurde Regina Zindler berühmt
Zindler war durch einen ungewöhnlichen Auftritt im deutschen Fernsehen landesweit bekannt geworden – und wurde später zu einer der schillerndsten Figuren der frühen ProSieben-Ära. Ihre mediale Geschichte begann im Jahr 1999 in einer Sat.1-Gerichtsshow vor Richterin Barbara Salesch.
Gemeinsam mit ihrem damaligen Nachbarn Gerd Trommer aus Auerbach stand Zindler dort vor Gericht. Streitpunkt war ein Knallerbsenstrauch, der angeblich zu nah an ihrem Maschendrahtzaun gepflanzt worden war. Die Klage wurde zwar abgewiesen, doch der TV-Ausschnitt sollte eine ungeahnte Eigendynamik entwickeln.
Stefan Raab macht aus "Maschendrahtzaun" einen Kult-Hit
Den bundesweiten Durchbruch brachte schließlich Stefan Raab. Der Entertainer griff den markanten Ausschnitt in seiner ProSieben-Show "TV total" auf und machte Zindlers Aussprache von "Maschendrahtzaun" zum Running Gag der Nation.
Raab verwandelte den Clip schließlich in einen Song – der unter dem Titel "Maschendrahtzaun" zum Überraschungshit wurde. Der Titel hielt sich sechs Wochen auf Platz eins der Charts und prägte sich tief in die deutsche Popkultur ein.
Rückzug aus der Öffentlichkeit
Nach ihrer plötzlichen Berühmtheit zog sich Regina Zindler weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Sie lebte zuletzt gemeinsam mit ihrem Ehemann in ihrer Heimat in Sachsen.
Mit ihrem Tod verliert die deutsche TV-Landschaft eine der ungewöhnlichsten Kultfiguren der frühen 2000er-Jahre – eine Frau, die durch einen Nachbarschaftsstreit ungewollt Fernsehgeschichte schrieb.