Markus Lanz offenbart Krebssorge: "Wahnsinnige Angst"

Markus Lanz und Richard David Precht beschäftigen sich in einem gemeinsamen Gespräch mit dem Thema Krebs. Dabei offenbart ZDF-Moderator Lanz, wie sehr er selbst eine Diagnose fürchte.
Franziska Wenzlick |
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ZDF-Moderator Markus Lanz sorgt sich um seine Gesundheit.
ZDF-Moderator Markus Lanz sorgt sich um seine Gesundheit. © imago/Horst Galuschka

"In meinem Leben spielt das eine riesige Rolle", sagt Markus Lanz über das Thema Krebs. In der aktuellen Ausgabe des Podcasts "Lanz + Precht" widmen sich der ZDF-Moderator und sein Kollege Richard David Precht der Frage, ob die Entwicklungen in der Krebsforschung Grund zur Hoffnung geben. Im Gespräch mit der Molekularbiologin Hanna Heikenwälder offenbart der Polittalker schließlich auch, weshalb ihn die Erkrankung derart umtreibe.

Markus Lanz fürchtet Krebsdiagnose: "Hat auch familiäre Gründe"

"Es hat auch familiäre Gründe", sagt Lanz. "Ich habe wahnsinnige Angst davor, irgendwann diese Diagnose zu kriegen und weiß auch nicht so richtig, wie man damit umgeht." Er sei "ein Verdränger", offenbart der 57-Jährige, "ich packe das einfach weg". Zwar versuche er, gesund zu leben, wisse aber auch, "dass Genetik eine große Rolle spielt". Lanz frage sich deshalb: "Ist Krebs etwas, mit dem man sich sozusagen deswegen anfreunden muss, weil es so oder so ein riesiges Thema für uns alle ist?"

Dieser Auffassung ist zumindest Richard David Precht. "Ich habe allgemein wenig Angst vor Erkrankungen", verrät der TV-Philosoph. "Krankheiten waren kein großes Thema in unserer Familie." Das bedeute nicht, dass er im Falle einer Diagnose "nicht genauso darunter leiden würde wie jeder andere", räumt der 61-Jährige ein. Jedoch würden ihm "Dinge, die ich weitgehend für unabänderlich halte", schlichtweg "nicht so viele Ängste" bereiten.

Markus Lanz (re.) und sein Podcast-Kollege Richard David Precht.
Markus Lanz (re.) und sein Podcast-Kollege Richard David Precht. © imago/Future Image

Forscherin erklärt: Damit könnte man "die Hälfte der Krebsfälle verhindern"

Hanna Heikenwälder wiederum erklärt, wie man das Risiko einer Krankheit minimieren könne: "Die Dinge, die wirklich evidenzbasiert sind und die einen großen Effekt machen, sind nicht so kompliziert: nicht rauchen, nicht trinken, nicht in die Sonne legen, Normalgewicht, möglichst jeden Tag Sport." Dazu kämen der Krebsforscherin zufolge regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen. "Das sind wirklich die großen, wenigen Punkte, mit denen man die Hälfte der Krebsfälle verhindern könnte."

Bezüglich des medizinischen Fortschritts gibt die Wissenschaftlerin eine optimistische Einschätzung ab. "Wir haben im Moment in der Krebsforschung das erste Mal einen Punkt, wo wir eigentlich wissen, was wir zu tun haben." Dank künstlicher Intelligenz sei man erstmalig in der Lage, die Ergebnisse von Tumor-Sequenzierungen "zu verstehen", wie es Heikenwälder beschreibt. Es handle sich nun vor allem um eine "Frage der Zeit", wie künftig mit Krebserkrankungen umgegangen werde. Zudem werde es "nie das eine Medikament geben, was hilft, sondern man wird immer mehrere brauchen", erklärt die Buchautorin. "Und es wird für jeden Patienten eine einzigartige Therapie sein."

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