Marisa Burger über ihr neues Leben nach den "Rosenheim-Cops"

25 Jahre lang war Marisa Burger als Miriam Stockl das Gesicht der "Rosenheim-Cops". Jetzt spricht sie über ihren Neustart, die Freiheit nach dem Serien-Abschied - und warum ihre Kultrolle immer zu ihr gehören wird.
von  (ili/spot)
Schauspielerin Marisa Burger genoss "Servus München", die Filmfestparty von Bavaria Studios & Bavaria Fiction.
Schauspielerin Marisa Burger genoss "Servus München", die Filmfestparty von Bavaria Studios & Bavaria Fiction. © Action Press / Scheurer, Helen Fiona

Nach ihrem Abschied von den "Rosenheim-Cops" genießt Marisa Burger (52) ihren Neustart. Bei "Servus München", der bunten und bestens besuchten Filmfestparty von Bavaria Studios & Bavaria Fiction, spricht die Schauspielerin offen darüber, wie befreiend der Schritt nach 25 Jahren für sie war - und warum sie ihre berühmteste Rolle trotzdem niemals hinter sich lassen möchte.

Marisa Burger: "Man muss manchmal die Komfortzone verlassen"

Nach einem Vierteljahrhundert als Polizeisekretärin Miriam Stockl und dem Kultsatz "Es gabat a Leich" hat Marisa Burger ihr Berufsleben neu ausgerichtet. Statt fester Drehroutinen stehen nun Theater und Lesereisen im Mittelpunkt. "Ich bin gerade hauptsächlich am Theater. Mit meinem Buch bin ich auch noch auf Lesereise zusammen mit meinem Musiker", erzählt sie im Gespräch mit spot on news. "Das hat mir jetzt sehr, sehr großen Spaß gemacht und es geht auch nächstes Jahr weiter."

Besonders die Freiheit der Bühnenarbeit genießt die Schauspielerin. Gemeinsam mit Jan Sosniok, Henrike Fehrs und Leander Lichti habe es sich ein bisschen "wie freispielen" angefühlt. "Es war einfach sehr schön, wieder auf der Bühne zu stehen."

Der Wechsel von einer langjährigen Serienproduktion zurück ans Theater sei allerdings auch eine Umstellung gewesen. "Man muss schon umdenken", sagt Burger. "Wenn man so lange in Serien-Strukturen ist, merkt man, wie das ist, mal wieder ein bisschen freier zu arbeiten. Aber es ist auch schön, sich wieder neu kennenzulernen und sein Leben auch neu zu gestalten."

Dass sie diesen Schritt gewagt hat, bereut sie nicht. "Man muss die Komfortzone manchmal verlassen, um zu wissen, wer man ist, was man noch kann und was man gerne möchte."

Mit ihrem Ausstieg endete nach der Jubiläumsstaffel 2025 eine Ära bei den "Rosenheim-Cops". Burger hatte die Rolle der Miriam Stockl seit der ersten Folge im Jahr 2002 gespielt und die Serie auf eigenen Wunsch verlassen, um sich neuen Projekten zu widmen. Inzwischen steht sie wieder regelmäßig auf der Theaterbühne und setzt damit einen lang gehegten Wunsch um.

"Ein großer wichtiger Teil meines Lebens"

Auch wenn für Burger beruflich inzwischen neue Projekte im Vordergrund stehen, bleibt ihre Zeit bei den "Rosenheim-Cops" ein prägender Abschnitt. "25 Jahre 'Rosenheim-Cops' - es war wirklich ein großer Spaß und es war ein ganz wichtiger Teil meines Lebens", sagt sie. Gleichzeitig sei es für sie wichtig gewesen, "für sich noch mal was Neues" zu entdecken. "Ich habe gerade noch die Kraft dafür und Freude daran."

Vom ehemaligen Ensemble habe sie sich keineswegs entfremdet. "Wir haben immer noch ein ganz großartiges Verhältnis", betont Burger und winkt ihrem ehemaligen Serienkollegen Dieter Fischer (55) zu. Über das Wiedersehen auf der Filmfestparty in den Kulissen der Filmstadt in Grünwald bei München habe sie sich ganz besonders gefreut.

Dass sie wohl noch lange auf ihre Paraderolle angesprochen werden wird, nimmt die Schauspielerin gelassen. "Du kannst ja nicht nach 25 Jahren, in denen man eine Figur geprägt hat, einfach aufhören und sagen, da gibt's jetzt einen Cut und keiner interessiert sich mehr dafür", erklärt sie. Im Gegenteil: "Das war ein großer wichtiger Teil meines Lebens. Den will ich nicht schmälern, nicht kleiner machen." Und auch ihre Fans dürfen sie weiterhin auf Miriam Stockl ansprechen. Burgers Antwort fällt eindeutig aus: "Natürlich."

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