Mariah Carey vor Gericht gegen ihren eigenen Bruder siegreich

Vor mehr als fünf Jahren zog Mariah Careys Bruder Morgan gegen seine Schwester vor Gericht. Die Klage wurde jetzt abgewiesen. Morgan Carey möchte allerdings Berufung einlegen.
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Mariah Careys Bruder Morgan hatte seiner berühmten Schwester Verleumdung vorgeworfen.
Mariah Careys Bruder Morgan hatte seiner berühmten Schwester Verleumdung vorgeworfen. © imago images/ZUMA Press Wire/Sonia Moskowitz Gordon

Ein langjähriger Rechtsstreit zwischen Mariah Carey (57) und ihrem Bruder Morgan hat sein vorläufiges Ende gefunden. Der Sängerin wurde Verleumdung vorgeworfen. Ihr sei aber nicht ausreichend eine boshafte Absicht nachgewiesen worden, heißt es jetzt. Daher wurde die Klage vollständig abgewiesen, wie unter anderem "Billboard" und "Rolling Stone" berichten.

In der ursprünglich im Jahr 2021 eingereichten Klage ging es um Äußerungen Careys in ihren 2020 erschienenen Memoiren "The Meaning of Mariah Carey". Morgan Carey behauptete, seine Schwester habe seinen ansonsten "exzellenten und einwandfreien Ruf" unter anderem dadurch beschädigt, dass sie ihn als gewalttätig dargestellt habe. Außerdem habe sie ihm den Verkauf von Kokain unterstellt.

Die zuständige Richterin hat nun festgestellt, dass Morgan Careys Seite es nicht hinreichend geschafft habe, eine "tatsächliche Böswilligkeit" nachzuweisen, was für ein Urteil gegen die Sängerin in diesem Fall eine der Grundvoraussetzungen wäre.

Gemeint ist damit, dass nicht aufgezeigt werden konnte, dass die 57-Jährige entweder wissentlich Unwahrheiten verbreitet oder trotz ernsthafter Zweifel missachtet hat, dass die Behauptungen unwahr sein könnten. Die Klage könne ohne die Erfüllung dieses Kriteriums nicht fortgeführt werden und werde vollständig abgewiesen. Dies bedeutet gleichfalls nicht, dass die entsprechenden Aussagen der Wahrheit entsprechen.

Noch ist die Angelegenheit nicht vom Tisch

In einem Statement gegenüber dem "Rolling Stone" erklärt Mariah Careys Anwalt, die Sängerin sei "erfreut darüber, dass das Gericht anerkannt hat, dass ihre Memoiren wichtige Themen von öffentlichem Interesse behandeln, und die Verleumdungsansprüche ihres Bruders vollumfänglich abgewiesen hat". Morgan Carey hatte laut dem Bericht einen mutmaßlichen Schaden auf eine Höhe von mehr als 20 Millionen Dollar beziffert.

Die Gegenseite zeigt sich enttäuscht, möchte sich aber auch mehr als fünf Jahre nach dem Einreichen der Klage noch nicht geschlagen geben. Mit der Entscheidung sei man nicht einverstanden, sagte Morgan Careys Anwalt dem Magazin per E-Mail. Man beabsichtige, "in Kürze Berufung einzulegen".

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