Maria Furtwängler über schwere Zeit mit Sohn: "Total unsicher"

Maria Furtwängler (59) ist vielen Zuschauern vor allem als "Tatort"-Kommissarin "Charlotte Lindholm" bekannt. Für ihre beiden Kinder Jacob (36) und Elisabeth (34) ist die Schauspielerin aber natürlich in erster Linie Mama. In einem Interview kommt Furtwängler jetzt auf ihre Familie zu sprechen – und packt über persönliche Stärken und Schwächen aus.
Maria Furtwängler über frühes Mutterglück: "Total unsicher"
Was bedeutet eigentlich Weiblichkeit? "Ich denke daran, wozu dieser weibliche Körper fähig ist", beantwortet Maria Furtwängler die Frage im Gespräch mit "Freundin". Die Fähigkeit, ein Kind auszutragen und zu nähren, halte die 59-Jährige für ein faszinierendes Wunder: "Für mich hat Weiblichkeit damit etwas zu tun, sich mit diesem Feuer in mir, in uns, mehr zu verbinden. Sich dieser Kraft, dieses Potenzials bewusst zu werden."
Ein Bewusstsein, das auch sie erst erlangen musste: "Ich bin selbst sehr früh schwanger geworden. Als mein Sohn auf die Welt kam, war ich 24. Ich war damals total unsicher", räumt Maria Furtwängler ein. "Heute würde ich gerne jeder jungen Frau sagen: Seid euch mehr bewusst, welch lebensschenkende Kraft in euch steckt."

Maria Furtwängler über Kinder: "Was du vorlebst"
Ihre Kinder Jacob und Elisabeth gingen aus der Ehe mit dem Verleger Hubert Burda hervor. Was Maria Furtwängler in der Erziehung richtig gemacht hat? "Mit so einer Einschätzung tut man sich selbst immer schwer", so die Münchnerin. "Vielleicht, dass ich zu meinen Fehlern stehe. Ich habe nie versucht, toller zu sein, als ich bin und immer sehr offen gesagt: 'Oh, das war jetzt nicht so gut von mir'."

Maria Furtwängler war vor allem bemüht, mit gutem Beispiel voranzugehen: "Das Entscheidende ist, was du vorlebst. Meine Kinder haben immer gesehen, dass ich mich für andere einsetze und dass ich finde, dass aus unserer privilegierten Situation heraus auch eine Verpflichtung erwächst, etwas zu bewegen", so die Schauspielerin. "Wenn ich das heute in ihnen sehe, dann macht mich das stolz."
Von ihrer eigenen Mutter habe sie dafür gelernt, über die Schönheit der Welt zu "staunen": "Neulich sind wir zusammen verreist und mussten selbst über uns lachen, weil wir überall stehen geblieben sind und mit viel Ohs und Ahs Blumen und Tiere und andere Naturwunder betrachtet haben", so Maria Furtwängler.