Maggie Gyllenhaal leitet Jury beim Filmfest von Venedig

Die 83. Filmfestspiele von Venedig bekommen eine prominente Jurychefin: Maggie Gyllenhaal übernimmt den Vorsitz und tritt damit in die Fußstapfen von anderen großen Namen wie Cate Blanchett und Isabelle Huppert. Festivalleiter Alberto Barbera lobte den Weg der US-Amerikanerin in höchsten Tönen.
von  (stk/spot)
Maggie Gyllenhaal, Schwester von Schauspieler Jake Gyllenhaal, wurde als Jurypräsidentin der Filmfestspiele von Venedig auserkoren.
Maggie Gyllenhaal, Schwester von Schauspieler Jake Gyllenhaal, wurde als Jurypräsidentin der Filmfestspiele von Venedig auserkoren. © imago/Cover-Images / Andrea Raffin

Die Schauspielerin und Regisseurin Maggie Gyllenhaal (48) führt in diesem Jahr die Jury der Filmfestspiele von Venedig an. Die 83. Ausgabe des Festivals findet vom 2. bis zum 12. September am Lido statt. Die Entscheidung fiel im Verwaltungsrat auf Empfehlung von Festivaldirektor Alberto Barbera, wie die Biennale in einer Pressemitteilung enthüllte.

Gyllenhaal übernimmt damit einen Posten, den in den vergangenen Jahren unter anderem Cate Blanchett, Bong Joon-ho, Julianne Moore, Damien Chazelle, Isabelle Huppert und zuletzt Alexander Payne innehatten. Die US-Amerikanerin gehört seit Jahren zu den regelmäßigen Gästen in Venedig - 2021 gewann sie hier den Preis für das beste Drehbuch für ihr Regiedebüt "Frau im Dunkeln".

"Neugier, Bewunderung und Vorfreude"

In einer vom Festival verbreiteten Erklärung zeigte sich Gyllenhaal sichtlich bewegt: Sie sei begeistert, die Einladung anzunehmen. Venedig habe immer wahrhaftige und unverwechselbare Stimmen unterstützt, und es sei ihr eine Ehre, diese mutige und notwendige Tradition fortzuführen. Sie verspricht: "Ich werde nicht urteilen, sondern neugierig, bewundernd und begeistert sein."

Auch Festivaldirektor Barbera fand warme Worte. Gyllenhaal verkörpere einen künstlerischen Weg von ungewöhnlicher Konsequenz, der "mit Intelligenz und Mut" über die Jahre gewachsen sei. Als Schauspielerin habe sie komplexe, aufwühlende Figuren gezeichnet, als Autorin habe sie sich mit "Frau im Dunkeln" neu erfunden. Ihre zugleich intellektuelle und körperlich spürbare Sicht auf das Kino mache sie zu einer unabhängigen Stimme, wie das Festival sie brauche.

Von "Secretary" bis zu "The Bride!"

Als Schauspielerin wurde sie unter anderem für "Secretary", "Sherrybaby" und "Crazy Heart" gefeiert, für letzteren gab es eine Oscarnominierung.

Die übrigen Jurymitglieder will die Biennale näher am Festivaltermin bekannt geben. Das Gremium vergibt in Venedig unter anderem den Goldenen Löwen für den besten Film, den Silbernen Löwen für die beste Regie sowie die Coppa Volpi an die beste Schauspielerin und den besten Schauspieler.

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