Maffay: "KI kann nicht schwitzen, kann nicht weinen"
Mit Künstlicher Intelligenz erzeugte Songs können nach Ansicht von Rockstar Peter Maffay nicht mit menschengemachter Musik mithalten. "KI kann nicht schwitzen, kann nicht weinen. Das ist eine humane Qualität", sagte der 76-Jährige in München. Die Dinge, die KI zustande bringe, seien zwar erstaunlich. Aber wenn KI ausgewertet werde auf der Basis humanen Schaffens, "dann müssen diejenigen, die diese Substanz geschaffen haben, bezahlt werden".
"Es wird sicherlich Bereiche geben, wo man auf der Gegenseite der Ansicht ist, dass man Künstler nicht braucht", sagte Maffay. Aber: "Wen stellen Sie da auf die Bühne? Da muss irgendjemand hin, der zwei Beine hat und zwei Hände und der handgemachte Musik macht und auf Emotionen eingeht und auf das Publikum".
Münchner Gericht stärkt Urheberrecht
Zuvor hatte das Landgericht München I in einem Zivilurteil das Urheberrecht deutscher Künstler gestärkt. Darin ging es um eine Klage gegen den Anbieter des KI-Musikgenerators Suno. Die Musikverwertungsgesellschaft Gema sah durch den Generator die Urheberrechte ihrer Künstlerinnen und Künstler verletzt. Das Gericht gab der Klage weitgehend statt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Karo Schrader: Nicht in zwei Sekunden Song generieren
Die Songwriterin Karo Schrader ("Nicht allein" von Nina Chuba) kann Maffay nur zustimmen. "Ich denke auch, dass das, was uns Musikern am meisten Spaß macht, ist, Musik zu machen und nicht innerhalb von zwei Sekunden einen Song zu generieren", sagte sie nach dem Urteil. Menschen packten ihre Gefühle in diese Songs rein, das komme am Ende bei den Hörerinnen und Hörern an. "Wir sind nicht komplett gegen KI, aber ich glaube, das Menschliche und das Emotionale wird sich am Ende immer durchsetzen."
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