Macron nicht dabei: So läuft Brigitte Bardots Trauerfeier ab
Rund zehn Tage nach ihrem Tod wird Brigitte Bardot (1934-2025) am Mittwoch in ihrer Heimatstadt Saint-Tropez beigesetzt. Die französische Filmlegende war am 28. Dezember im Alter von 91 Jahren gestorben. Die Trauerfeier in dem mondänen Küstenort soll laut französischen Medienberichten das turbulente Leben der "B.B." repräsentieren: eine Mischung aus Filmglamour, bedingungsloser Tierliebe und politischer Kontroverse.
Trotz ihres Status als Weltstar soll die Trauerfeier auf ausdrücklichen Wunsch Bardots ohne großen Pomp ablaufen. Ein Sprecher ihrer Stiftung betonte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP: "Die Zeremonie wird widerspiegeln, wer sie war - im Kreise der Menschen, die sie kannten und liebten. Es wird sicher Überraschungen geben, aber es bleibt einfach, so wie Brigitte es wollte."
Der Ablauf umfasst einen Gottesdienst in der Kirche Notre-Dame de l'Assomption, gefolgt von der Beisetzung auf einem Friedhof direkt am Meer. Für die zahlreichen Fans, die trotz winterlicher Temperaturen an der Riviera erwartet werden, wird die Feier auf öffentlichen Leinwänden in Saint-Tropez übertragen.
Le Pen kommt, Macron bleibt fern
Die Gästeliste verdeutlicht die tiefe politische Spaltung, der sich Bardot zeitlebens umgab: Während die rechtspopulistische Parteichefin Marine Le Pen (57) ihr Erscheinen bestätigt hat, werden Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (48) und seine Ehefrau Brigitte (72) nicht anwesend sein.
Zuvor hatte der Élysée-Palast der Familie eine nationale Hommage angeboten - ähnlich der Zeremonie für Jean-Paul Belmondo im Jahr 2021. Dies wurde von Bardots Angehörigen jedoch abgelehnt. Bardot selbst war eng mit der extremen Rechten verbunden; ihr vierter Ehemann, Bernard d'Ormale, war Berater des Front-National-Gründers Jean-Marie Le Pen.
Brigitte Bardot starb am 28. Dezember im Alter von 91 Jahren in ihrem Haus "La Madrague". Während sie in den 1960er-Jahren als Symbol der sexuellen Befreiung gefeiert wurde, entfremdete sie sich später von vielen durch ihre radikalen Ansichten. Bardot wurde fünfmal wegen Volksverhetzung verurteilt, insbesondere aufgrund herabwürdigender Äußerungen über Muslime.
Brigitte Bardot wird beigesetzt: Kommt ihr Sohn zur Trauerfeier?
Auch im Privaten war Bardot eine komplexe Figur. Ob ihr einziger Sohn, der 65-jährige Nicolas-Jacques Charrier, aus Oslo anreisen wird, ist unklar. Bardot hatte das Verhältnis zu ihm zeitlebens als schwierig beschrieben und die Mutterschaft in ihren Memoiren einst drastisch abgelehnt. Er wurde von seinem Vater, Jacques Charrier (1936-2025), aufgezogen. Auch ihre Schwester Mijanou (87) wird voraussichtlich nicht aus Los Angeles anreisen.
Ursprünglich hatte Bardot laut "France 24" den Wunsch geäußert, im Garten ihres Hauses bei ihren geliebten Tieren bestattet zu werden, um eine "Horde von Idioten" auf dem Friedhof zu vermeiden. Nun findet sie ihre letzte Ruhe doch auf dem örtlichen Friedhof - unter den Augen einer Welt, die sie gleichermaßen verehrte und kritisierte.
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