Lola Weippert plötzlich rausgeworfen: Interne "Spannungen" und "Diskussionen"

Die Medienwelt kann ein echtes Haifischbecken sein. Das weiß auch TV-Moderatorin Lola Weippert, die erst kürzlich von ihrem Management vor die Tür gesetzt wurde. Doch was steckte hinter dem radikalen Schlussstrich? Die AZ hat bei einem Insider aus der Branche nachgehakt.
Eva Meeks
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Lola Weipperts Management beendete ganz plötzlich die Zusammenarbeit mit der TV-Moderatorin.
Lola Weipperts Management beendete ganz plötzlich die Zusammenarbeit mit der TV-Moderatorin. © imago/Future Image

Lola Weippert (30) gilt als echte Frohnatur: Die TV-Moderatorin ist für ihr ansteckendes Lachen und ihre quirlige Persönlichkeit bekannt. Doch die 30-Jährige spricht auch offen über ernste Themen. Erst vor wenigen Wochen wurde publik, dass ihr langjähriges Management "Kasztelanos" die Zusammenarbeit beendet hat. Nun erzählt Lola Weippert von dem Schock-Anruf, der plötzlich alles veränderte – und ein Experte klärt in der AZ über die möglichen Hintergründe auf.

Lola Weippert enttäuscht: "Haben uns auseinandergelebt"

Noch vor wenigen Wochen reiste Lola Weippert mit ihrem damaligen Freund um die Welt. In der ersten Folge ihres Podcasts "Schön laut", den sie gemeinsam mit Vanessa Mai (34) moderiert, erzählt sie nun von einer Nachricht, die sie vor wenigen Wochen auf der anderen Seite der Erde erreicht hatte: "Plötzlich bekam ich einen Anruf von meiner ehemaligen Managerin, da war ich gerade in Neuseeland. Und da hat sie mir gesagt, dass sie nicht mehr mit mir arbeiten möchte."

Ein echter Schock für die TV-Moderatorin: "Wir haben sechseinhalb Jahre miteinander gearbeitet und plötzlich sagte sie mir am Telefon, sie fühlt es nicht mehr, wir haben uns auseinandergelebt." Die Bedeutung eines Managements sei nicht zu unterschätzen, erklärt Weippert, weshalb sie ihre Reise nicht einfach unbeschwert fortsetzen konnte: "Dann wusste ich: Ich muss jetzt sofort die Weltreise abbrechen, weil das bedeutet, ich muss mich dann um alles selbst kümmern."

Eigentlich wollte Lola Weippert die Welt bereisen. Doch die Kündigung durch ihr Management erwischte sie kalt – und zwang sie zum schnellen Handeln.
Eigentlich wollte Lola Weippert die Welt bereisen. Doch die Kündigung durch ihr Management erwischte sie kalt – und zwang sie zum schnellen Handeln. © imago/Steinsiek.ch

Medienexperte über Weippert-Rauswurf: "Chemie stimmt nicht mehr"

Für die AZ nimmt der Medienexperte Ferris Bühler die Entscheidung von Lola Weipperts Management genauer unter die Lupe und verrät: "In der Branche trennt man sich selten einfach so und schon gar nicht nach über sechs Jahren Zusammenarbeit. Wenn ein Management so einen Schritt macht, dann hat sich intern meist über längere Zeit etwas aufgebaut", weiß Bühler.

"Häufig sind es unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie sich eine Persönlichkeit weiterentwickeln soll, welche Projekte Sinn machen oder wie man sich strategisch positioniert", erklärt der Experte. Dazu kämen auch wirtschaftliche Überlegungen und, ganz banal, menschliche Faktoren: "Der Satz 'auseinandergelebt' klingt weich, ist aber in Wahrheit ziemlich klar: Die Chemie stimmt nicht mehr. Und wenn dieser Punkt erreicht ist, dann geht es oft schneller, als man denkt", so Bühler zur AZ.

Ferris Bühler ist Medienexperte und schätzt für die AZ die Situation um Lola Weippert ein.
Ferris Bühler ist Medienexperte und schätzt für die AZ die Situation um Lola Weippert ein. © Thomas Buchwald

Schlussstrich vom Management: "Selten lange Übergangsphasen"

Dass der Rauswurf aus heiterem Himmel kam, hält Ferris Bühler also für eher unrealistisch: "'Ohne Vorwarnung' ist ein Begriff, der medial gut funktioniert, aber selten die ganze Wahrheit erzählt. Solche Trennungen kommen in den meisten Fällen nicht aus dem Nichts – sie wirken nur nach außen plötzlich. Intern gibt es oft schon länger Spannungen, Diskussionen oder unterschiedliche Erwartungen."

Eine Beobachtung habe sich für den Experten dabei als relativ "typisch" erwiesen: "Wenn der Entscheid einmal gefallen ist, dann wird er konsequent und schnell umgesetzt. Gerade in der Unterhaltungsbranche gibt es selten lange Übergangsphasen. Stattdessen zieht man einen klaren Schnitt, und der fühlt sich für die Betroffenen dann natürlich sehr abrupt an", weiß Bühler.

Neues Management finden: Experte über "eigentliche Herausforderung"

Doch wie kann es nach einem solchen Schlussstrich weitergehen? "Für eine etablierte Persönlichkeit wie Lola Weippert ist es grundsätzlich kein Problem, ein neues Management zu finden. Sie bringt Reichweite, Bekanntheit und eine klare Positionierung mit – das ist für viele Agenturen attraktiv", weiß Ferris Bühler. "Die eigentliche Herausforderung liegt vielmehr darin, das richtige Match zu finden. Ein Management ist keine reine Dienstleistung, sondern eine sehr enge Partnerschaft, die strategisch und vor allem menschlich funktionieren muss."

Bis ein solches Match gefunden wird, sei es durchaus üblich, "dass sich Künstler selbst organisieren, Anfragen koordinieren und Entscheidungen eigenständig treffen." Das funktioniere jedoch laut Ferris Bühler nicht für immer gut: "Langfristig braucht es ein starkes Team im Hintergrund, wenn man auf konstant hohem Niveau arbeiten will. Alleine geht vieles, aber nicht alles", so der Experte zur AZ.

Medienexperte über Lola Weippert: "Eine gewisse Unberechenbarkeit"

Abschließend kommt der Experte auch auf das Image der betroffenen TV-Moderatorin zu sprechen: "Lola Weippert ist eine extrem präsente, emotionale und sehr offene Persönlichkeit und genau das ist ihr größtes Kapital. Sie ist nahbar, ehrlich und spricht Dinge aus, die andere eher für sich behalten. Gleichzeitig bringt genau diese Stärke auch eine gewisse Unberechenbarkeit mit sich. Sie polarisiert, sie sendet viel und sie macht sich angreifbar."

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Für ein Management würden diese Eigenschaften eine starke, aber keine einfache Marke bedeuten: "Denn neben Reichweite geht es im Business immer auch um Steuerbarkeit und strategische Führung. Wenn jemand sehr eigenständig agiert und stark aus dem Bauch heraus kommuniziert, kann das intern schnell Reibung erzeugen", weiß der Experte. Daher ist Ferris Bühler überzeugt: "Lola Weipperts Persönlichkeit hat mit großer Wahrscheinlichkeit eine Rolle bei der Trennung gespielt. Nicht weil sie ein Problem ist, sondern weil sie sehr viel Kraft und Eigenlogik mitbringt."

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