Liza Minnelli rechnet mit den Oscars und Lady Gaga ab

Lady Gaga sorgte 2022 bei den Oscars für einen bewegenden Moment, als sie sich fürsorglich zu Liza Minnelli im Rollstuhl herunterbeugte. In ihren Memoiren enthüllt die Hollywood-Legende nun: Sie wurde gegen ihren Willen in den Rollstuhl gezwungen.
(mia/spot) |
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Liza Minnelli wollte 2022 bei den Oscars eigentlich nicht im Rollstuhl auftreten.
Liza Minnelli wollte 2022 bei den Oscars eigentlich nicht im Rollstuhl auftreten. © imago/Imagn Images / Robert Hanashiro

Hollywood-Legende Liza Minnelli (79) bricht ihr Schweigen über einen der vieldiskutierten Momente der jüngeren Oscar-Geschichte. In ihren im März erscheinenden Memoiren "Kids, Wait Till You Hear This" schildert sie erstmals aus eigener Perspektive, was sich hinter den Kulissen der 94. Academy Awards im Jahr 2022 abspielte - und ihre Version unterscheidet sich erheblich von dem, was Millionen Zuschauer auf den Bildschirmen sahen.

Damals war Minnelli eingeladen worden, gemeinsam mit Lady Gaga (39) den Oscar für den Besten Film zu überreichen - anlässlich des 50. Jubiläums ihres preisgekrönten Films "Cabaret". Was als Feier einer Ikone gedacht war, wurde für Minnelli zum Albtraum: Sie wurde in einem Rollstuhl auf die Bühne geschoben, obwohl sie das ausdrücklich nicht wollte.

Gegen ihren Willen in den Rollstuhl gezwungen

In dem von "People" veröffentlichten Buchauszug beschreibt Minnelli, dass sie ursprünglich davon ausgegangen war, in einem Regiestuhl auf der Bühne zu sitzen. Doch kurz vor dem Auftritt sei ihr mitgeteilt worden, dass sie nur im Rollstuhl auf die Bühne dürfe. "Man hat mir befohlen - mich nicht einmal gefragt - in einem Rollstuhl zu sitzen, oder gar nicht aufzutreten", schreibt Minnelli. Die Begründung: ihr Alter und die Befürchtung, sie könnte aus dem Regiestuhl rutschen. Für Minnelli schlicht "Bullshit".

Doch die Entertainerin geht in ihren Memoiren noch weiter und richtet den Finger direkt auf Lady Gaga: "Meine Co-Moderatorin bestand darauf, nicht mit mir auf die Bühne zu gehen, wenn ich nicht im Rollstuhl säße", schreibt sie.

"Ich war am Boden zerstört"

Minnelli beschreibt die Demütigung des Abends mit den Worten: "Ich war am Boden zerstört. Ich saß viel tiefer als im Regiestuhl. Ich konnte den Teleprompter über mir nicht mehr richtig lesen." Als sie über einzelne Worte stolperte, habe Gaga die Situation sofort für sich genutzt. "Gaga, die neben mir stand, zögerte nicht eine Sekunde, um vor aller Welt die gütige Heldin zu spielen. 'Ich helfe dir', sagte sie und beugte sich zu mir herunter", erinnert sich Minnelli.

Nach dem Auftritt sei Gaga in ihre Garderobe gekommen und habe gefragt, ob es ihr gut gehe. Minnellis Reaktion blieb professionell: "Ich schaute sie an und sagte einfach: 'Ich bin ein großer Fan.' Diese Lektion habe ich vor Jahren von Mama und Papa gelernt. In einem Moment großen Stresses bleibst du würdevoll."

Freund bestätigt Minnellis Darstellung

Minnellis Version deckt sich mit den Aussagen ihres langjährigen Freundes Michael Feinstein, der bereits 2022 in der "Jess Cagle Show" auf SiriusXM über den Vorfall berichtet hatte. Er war an jenem Abend hinter der Bühne bei ihr. Feinstein wählte damals ein drastisches Wort: Minnelli sei "sabotiert" worden. Sie habe einem Auftritt nur unter der Bedingung zugestimmt, in einem Regiestuhl zu sitzen, da sie Rückenprobleme hatte. "Sie sagte: 'Ich will nicht, dass die Leute mich humpeln sehen. Ich will gut aussehen'", berichtete Feinstein.

Buchstäblich fünf Minuten vor ihrem Auftritt habe der Bühnenmanager dann erklärt, sie müsse in einen Rollstuhl - möglicherweise auch wegen der aufgeheizten Atmosphäre nach dem Vorfall zwischen Will Smith und Chris Rock am selben Abend. Minnelli habe sich gewehrt, doch die Ansage war unmissverständlich: Rollstuhl oder gar kein Auftritt. "Sie war so erschüttert, dass sie völlig aus dem Konzept geriet", so Feinstein. "Können Sie sich vorstellen, plötzlich von Millionen Menschen so gesehen zu werden, wie man nicht gesehen werden will?"

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