Lena Dunham: Nach Twitter-Shitstorm rudert sie zurück

Ausgerechnet Feministin Lena Dunham hat den Zorn vieler Frauen auf sich gezogen und einen regelrechten Shitstorm ausgelöst. Es folgte eine Entschuldigung via Twitter - doch was war passiert?
| (cam/spot)
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Schauspielerin Lena Dunham (31, "Girls") ist Feministin. Sie hat sogar ihren eigenen feministischen Newsletter, den Lenny Letter. Doch ausgerechnet sie hat nun im Dunstkreis des Sex-Skandals in Hollywood für einen handfesten Skandal gesorgt. Murray Miller (40), ein Autor und Produzent ihrer Serie "Girls", wird von Schauspielerin Aurora Perrineau (23, "Passengers") der sexuellen Belästigung bezichtigt. Wer denkt, Dunham stellte sich auf die Seite des Opfers, irrt...

"Wir stehen zu Murray"

"Ich glaube an viele Dinge, aber der erste Grundsatz meiner Politik ist es, zu den Leuten zu halten, die auch zu mir gehalten haben und die meine Welt mit Liebe erfüllt haben", twitterte Dunham, nachdem die Anschuldigungen publik wurden. In einem gemeinsamen Statement mit "Girls"-Co-Showrunnerin Jenni Konner, das "The Hollywood Reporter" vorliegt, heißt es zudem, dass sie beide glauben, da sie seit einem Jahrzehnt eng mit Miller zusammenarbeiten, dass diese Anschuldigung unter die drei Prozent falle, die jährlich falsch wiedergegeben werden. "Wir stehen zu Murray", so die beiden Frauen. Sechs Staffeln lang spielte Lena Dunham in "Girls" die Rolle Hannah Horvath

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Die Reaktionen auf diese Aussagen ließen nicht lange auf sich warten. Zahlreiche Fans antworteten via Twitter ihr Unverständnis und retweeteten einen Tweet von Dunham, in dem sie einst selbst geschrieben hatte: "Dinge, über die Frauen lügen: Was sie zum Mittagessen hatten. Dinge, über die Frauen nicht lügen: Vergewaltigung." Schauspielkollegin Rose McGowan (44, "Charmed - Zauberhafte Hexen") nahm sich Dunham ebenfalls vor. Sie twitterte: "Lena Dunham, Jenni Konner. Gutes, altes, elitäres Slut Shaming. Toll gemacht!"

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"Es tut mir so leid"

Offenbar hatte Dunham mit diesem Mega-Shitstorm nicht gerechnet. Doch ihre Fans toben, immerhin wirft sie dem vermeintlichen Opfer eine Falschaussage vor. Prompt folgte ein weiteres Statement via Twitter - eine Entschuldigung. Sie habe niemals geglaubt, dass sie als Feministin ein Statement veröffentlichen würde, in dem sie jemanden unterstütze, der der sexuellen Belästigung beschuldigt werde. Naiverweise habe sie geglaubt, dass ihre Meinung zur Situation ihres Freundes von Bedeutung sei. "Ich verstehe jetzt, dass es absolut falsch war und es tut mir so leid", so Dunham.

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Jede Frau verdiene es, gehört zu werden, schreibt die 31-Jährige weiter, und die persönlichen Beziehungen zu den Beschuldigten sollten bei der Untersuchung des Falls keine Rolle spielen. "Solange nicht uns allen geglaubt wird, wird niemandem von uns geglaubt. Wir entschuldigen uns bei allen Frauen, die enttäuscht wurden" - mit diesen Worten endet das Statement. Ein fader Beigeschmack bleibt jedoch.

Denn wirklich überzeugt scheint die Twitter-Gemeinde nicht zu sein. "Ein perfektes Beispiel dafür, dass wir uns entschuldigen, nur um Entschuldigung zu sagen. Zu spät... Du hast dein wahres Gesicht gezeigt, Baby", ist unter anderem unter dem Statement zu lesen.

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