Kündigungswelle im TV: "Sat.1 Frühstücksfernsehen"-Star spricht Klartext

Glitzer, Glamour und jede Menge Prominenz – die Arbeit im TV-Business kann durchaus verlockend sein. Doch die Branche befindet sich aktuell im Umbruch. Einige Moderatorinnen und Moderatoren haben in den vergangenen Monaten ihre Jobs verloren. Mit der AZ hat "Sat.1-Frühstücksfernsehen"-Star Matthias Killing (46) nun Klartext über die Sparmaßnahmen bei den Sendern gesprochen.
Matthias Killing über Umbruch im TV-Business: "Streaming wird immer wichtiger"
Der 46-Jährige denkt oft an die Kollegen, die "aufgrund von Umstrukturierungen" Kündigungen kassiert haben. "Das ist brutal", sagt Matthias Killing im AZ-Gespräch. Dennoch gibt er zu bedenken, dass die TV-Branche ein "Wettbewerb und ein Markt" sei, der sich stetig verändere. Es komme darauf an, wie man auf diese Veränderungen reagiere. "Das Streaming wird immer wichtiger und viele Zuschauer wandern vom linearen zum digitalen Angebot ab." Die große Frage, die sich jeder TV-Schaffende stellen sollte, sei daher: "Was kann ich tun, wenn ich selbst vor der Kamera stehe?"
Matthias Killing hat einen eigenen Weg gefunden, sich als TV-Gesicht zu etablieren: Neben dem "Sat.1 Frühstücksfernsehen" hat er sein Portfolio erweitert. Er moderiert unter anderem verschiedene Sportsendungen. "Das kann man natürlich auf einer entsprechenden Streaming-Plattform gucken, aber dann eben auch live. Das Champions-League-Spiel will ich live sehen, ebenso die Eishockey-WM oder die Basketball-WM, die ich jetzt im September als Kommentator begleiten werde."

"Frühstücksfernsehen"-Star über Zukunft des linearen Fernsehens: "Wird sich weiter wandeln"
Für Killing sei die Arbeit vor der Kamera nach wie vor "der schönste Job der Welt". Jungen Menschen, die ins TV-Geschäft einsteigen wollen, rät der Moderator: "Als Erstes sollte man sich selbst fragen: Warum will ich das? Das ist auch immer die erste Frage, die ich jungen Leuten stelle. Was ist dein Antrieb? Wenn dann jemand zu mir sagt, er oder sie wolle berühmt werden, ist das der falsche Antrieb." Der 46-Jährige selbst sei schon immer jemand gewesen, der gerne Geschichten erzählt. "Als Fernsehmoderator ist man quasi der verlängerte Arm des Zuschauers. Wenn ich eine Emotion aufnehme oder ein Interview führe, tue ich das im Sinne des Zuschauers."
Und wie schätzt der "Frühstücksfernsehen"-Star die Zukunft des linearen Fernsehens ein? Killing ist sich sicher, dass klassische TV-Sendungen auch künftig ihre Abnehmer finden werden. "Ich glaube, dass das Fernsehen sich weiter wandelt, aber in zehn Jahren noch immer da sein wird", betont er im AZ-Gespräch. "Ich bin jetzt 46 Jahre alt und schaue noch lineares TV. In zehn Jahren bin ich 56 und dann gucke ich immer noch normales Fernsehen, weil ich das gewöhnt bin."
In wenigen Wochen wird Matthias Killing in einem neuen Job zu sehen sein. Ab dem 11. September präsentiert der TV-Star die neue Staffel der Musik-Show "The Voice of Germany".