Kronprinz Haakon zu Høiby-Prozess: "Werden nicht im Gerichtssaal sein"
Niemand aus der norwegischen Königsfamilie wird bei der Gerichtsverhandlung gegen Marius Borg Høiby (29) anwesend sein. Das erklärte Kronprinz Haakon (52) nun laut dem Sender NRK. "Natürlich denken wir viel an alle, die von diesem Fall betroffen sind", sagte er demnach zudem vor der Presse. "Ich weiß, dass es viele gerade schwer haben." Høiby ist unter anderem wegen Vergewaltigung angeklagt.
Nächste Woche beginnt der Prozess von Haakons Stiefsohn. Die Mutter von Marius Borg Høiby, Kronprinzessin Mette-Marit (52), hat dann offenbar eine private Reise geplant. Dass sie nicht im Gerichtssaal sein werden, sei "angesichts der aktuellen Situation die beste Lösung", erklärte Haakon. "Aber wir werden den Fall so gut wie möglich über die Medien verfolgen und Marius in dieser Zeit begleiten."
Haakon plant Auftritte
Der Kronprinz fügte hinzu, dass sie nicht vorhaben, sich während des Prozesses zu äußern oder Kommentare abzugeben. Er sagte zudem, dass sowohl er als auch das Königspaar, Harald V. (88) und Sonja von Norwegen (88), während der Dauer des Prozesses offizielle Termine geplant haben. Über Mette-Marits Pläne erklärte er: "Die Kronprinzessin hat für die nächsten Wochen eine private Reise geplant. Ob diese über den gesamten Zeitraum dauern wird, hat sie noch nicht entschieden."
Der Kronprinz erinnerte außerdem daran, dass sein Stiefsohn zwar nicht zum Königshaus gehöre, aber dennoch ein wichtiger Teil der Familie sei. Er sagte weiter: "Ich bin sicher und vertraue darauf, dass die Verantwortlichen dafür sorgen, dass der Prozess so fair wie möglich durchgeführt wird."
Prozessbeginn Anfang Februar
Der Prozess gegen Høiby beginnt am 3. Februar und ist auf sechs Wochen angesetzt. Insgesamt ist der 29-Jährige in über 30 Punkten angeklagt, darunter Vergewaltigung, Misshandlung in engen Beziehungen und Körperverletzung. Im Sommer 2024 hatte Høiby eingeräumt, unter Alkohol- und Kokaineinfluss gegenüber seiner damaligen Freundin gewalttätig geworden zu sein. Die Vorwürfe zu den Sexualdelikten bestreitet er jedoch entschieden.
Der 29-Jährige wuchs zwar im königlichen Umfeld auf, ist aber kein offizielles Mitglied des norwegischen Königshauses. Seine Mutter brachte ihn mit in die Ehe mit Kronprinz Haakon, mit dem sie zwei weitere Kinder hat: Prinzessin Ingrid Alexandra (22) und Prinz Sverre Magnus (20). Einen Adelstitel trägt Høiby nicht.
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