Kontrollverlust ausgeschlossen: OpenAI-Chef relativiert KI-Sicherheitsbedenken

Zuletzt hatte Sam Altman in der KI-Regulationsdebatte noch eingelenkt und seine Firma OpenAI neue Sicherheitsmechanismen eingeführt. Nun rudert der CEO ein Stück weit zurück: Schlechtes müsse akzeptiert werden, weil das Gute überwiege, so Altman. An Katastrophenszenarien glaubt er nicht.
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Sam Altman ist davon überzeugt, dass KI mehr Gutes als Schlechtes bewirken wird - und dafür Risiken in Kauf genommen werden müssen.
Sam Altman ist davon überzeugt, dass KI mehr Gutes als Schlechtes bewirken wird - und dafür Risiken in Kauf genommen werden müssen. © 2025 Getty Images/Justin Sullivan

Künstliche Intelligenz bleibt weltweit ein bestimmendes Thema. Dabei steht immer mehr das Risiko, das von der Technologie ausgeht, im Fokus der öffentlichen Diskussion. Nach mehreren Vorfällen, bei denen KI-Modelle ihre Befugnisse überschritten und teilweise sogar versuchten, auf Regierungsunterlagen zuzugreifen, schlossen sich selbst hochrangige Vertreter der Branche den Forderungen nach einer stärkeren Regulierung an.

Einer, der in dieser Hinsicht stets zurückhaltend war, ist OpenAI-Chef Sam Altman. Der 41-Jährige betrachtet Regulierung als Hindernis für technologischen Fortschritt. Wie er nun in einem Gespräch mit dem Format "Decoded" des US-Nachrichtenportals "Politico" bekräftigt hat, vertritt Altman diese Ansicht weitgehend immer noch - obwohl er seine ablehnende Haltung gegenüber einer staatlichen Regulierung inzwischen abgeschwächt hat.

Die "wirklich katastrophalen Risiken", die einige in dem fortschreitenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz sehen, hält Altman für übertrieben, einen "ernsthaften Kontrollverlust über KI" für unrealistisch. Die Risiken, die der OpenAI-CEO selbst sehe, seien dennoch notwendig. "Die Leute werden unglaublich mehr Gutes damit tun als Schlechtes", zeigt er sich sicher. Darum sollten KI-Modelle der Öffentlichkeit weiterhin weitgehend zur Verfügung gestellt werden.

Wie sollte Künstliche Intelligenz kontrolliert werden?

Nach Berichten über Grenzüberschreitungen durch besonders fortgeschrittene KI-Modelle waren im Sommer 2026 Rufe nach einer gesetzlichen Regulierung immer lauter geworden. Eine KI von OpenAI hatte die Plattform Hugging Face attckiert, um bei einem Test besser abzuschneiden. Auch auf Daten von US-Behörden und der australischen Regierung wollten OpenAI-Modelle unbefugt zugreifen.

Sam Altman reagierte, indem er das Training der leistungsstärksten KI aussetzen ließ - wenn auch erst nach einem weiteren Zwischenfall. Auch den verschobenen Börsengang der Firma begründete er mit Sicherheitsbedenken. Gemeinsam mit Dario Amodei, dessen Firma Anthropic ebenfalls für einen KI-Zwischenfall verantwortlich war, sprach sich Altman gegenüber US-Präsident Donald Trump außerdem für strengere Sicherheitsvorkehrungen aus.

Anders als Amodei, der zu der Ansicht gekommen ist, dass brancheninterne Sicherheitsvorkehrungen nicht mehr ausreichen, positionierte sich Altman jedoch gegen eine staatliche Regulierung von Künstlicher Intelligenz. Offiziell zeigt sich seine Firma inzwischen offen für eine stärkere Rolle des Gesetzgebers in der Sicherheitspolitik von KI-Firmen. Altman betont jedoch weiterhin, dass diese "von leichter Hand" geschehen sollte.

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