Konflikt an Schule der Tochter: "Frühstücksfernsehen"-Star erzählt von hitzigen Diskussionen

Echte Chancengerechtigkeit für Jungs und Mädchen – geht das überhaupt? Eine Frage, die sich auch Karen Heinrichs stellt. Die "Frühstücksfernsehen"-Moderatorin erzählt von einem Experiment an der Schule ihrer Tochter – doch mit dem Ergebnis waren nicht alle Eltern einverstanden.
Eva Meeks |
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Karen Heinrichs (li.) ist aus dem "Sat.1-Frühstücksfernsehen" und dem Podcast "Redebedarf" bekannt, den sie mit Matthias Killing (o. Mitte) moderiert.
Karen Heinrichs (li.) ist aus dem "Sat.1-Frühstücksfernsehen" und dem Podcast "Redebedarf" bekannt, den sie mit Matthias Killing (o. Mitte) moderiert. © SAT.1/Claudius Pflug

Wenn nur noch die Qualifikation entscheidet, unabhängig vom Geschlecht, dann ist echte Chancengerechtigkeit erreicht. Doch wie kann das klappen? Ein wichtiges Thema, das auch die Stars vom "Sat.1-Frühstücksfernsehen" nicht kalt lässt. Matthias Killing (47) und Karen Heinrichs (52) sprechen über Frauenquoten und Feminismus – und kommen schließlich auch auf ein Experiment an der Grundschule von Heinrichs Tochter zu sprechen.

Karen Heinrichs über Experiment an Grundschule: "Aufgebrochen"

In einer Ausgabe vom Podcast "Redebedarf" erzählt Karen Heinrichs von einer Beobachtung, die sie kürzlich an der Schule ihrer Tochter Heidi gemacht hat. Bislang gab es dort bei der Klassensprecherwahl feste Strukturen: "Eigentlich ist es an der Schule so, dass [...] du Klassensprecher und Klassensprecherin wählst. Also immer ein Team aus Mann und Frau." Matthias Killing bestätigt, dass dies an der Schule seines Sohnes genauso sei.

Doch wie Karen Heinrichs beschreibt, habe an der Schule ihrer Tochter nun ein Umdenken stattgefunden. "Das haben unsere Lehrer jetzt mal aufgebrochen", so die 52-Jährige. Denn die Verantwortlichen waren neugierig auf das Verhalten der Kinder, wenn die feste Junge-Mädchen-Regel nicht mehr gilt: "Wir wollen gucken, wen die Kinder wählen, wenn wir nicht dieses Quotenprinzip haben." Mit interessantem Ergebnis: "Es wurden tatsächlich zwei Jungs gewählt."

Karen Heinrichs hat eine elfjährige Tochter namens Heidi, die in Berlin zur Schule geht.
Karen Heinrichs hat eine elfjährige Tochter namens Heidi, die in Berlin zur Schule geht. © imago/Andreas Weihs

"Frühstücksfernsehen"-Star erzählt: "Gab Kritik aus der Elternschaft"

Zwar räumt sie ein, dass sich zumindest unter den stellvertretenden Klassensprechern ein Mädchen befand, doch waren die Jungs eindeutig in der Überzahl: "Also von vier war dann ein Mädchen dabei. Das fanden [die Lehrer] interessant und haben das dann auch so gelassen." Eine Entscheidung, die aber nicht jedem gefiel. "Da gab es Kritik aus der Elternschaft", erinnert sich Heinrichs. Die Eltern eines Jungen wären mit folgenden Worten an die Schule getreten: "Wir finden das nicht okay. Wir erklären unserem Kind das anders."

Eine Diskussion, die Karen Heinrichs noch immer sehr spannend findet: "Da habe ich noch nie drüber nachgedacht, was jetzt da die bessere Variante ist. Obwohl ich mich ja durchaus als Feministin bezeichne, kann ich auch verstehen, dass die Lehrer mal schauen wollten." Sie stellt jedoch klar, prinzipiell ein Fan von Frauenquoten zu sein – zumindest solange keine wahre Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern herrsche.

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