Königin Silvia von Schweden verzaubert Düsseldorf

Royaler Glanz am Rhein: Die schwedische Königin Silvia (82) ist am Montag zu einem offiziellen Besuch in Düsseldorf eingetroffen. Dort wurde die in Deutschland geborene Ehefrau von König Carl XVI. Gustaf (79) vom nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst in der Staatskanzlei empfangen, wo sie sich in das Gästebuch des Landes eintrug. Für die Königin war der Besuch weit mehr als eine rein diplomatische Pflichtaufgabe, da sie eine tiefe persönliche Verbindung zu der Stadt am Rhein pflegt.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand das unermüdliche soziale Engagement der Königin, insbesondere ihr Einsatz für Kinder, die Opfer von Gewalt und Missbrauch geworden sind. Ministerpräsident Wüst würdigte die Monarchin in seiner Ansprache für ihre Empathie und ihre internationale Strahlkraft. Er betonte, dass sie mit der 1999 von ihr gegründeten World Childhood Foundation weltweit Strukturen geschaffen hat, die betroffenen Kindern Schutz bieten und ihnen eine Stimme geben. Ein zentraler Teil dieses Netzwerks ist das im Jahr 2020 eröffnete Childhood-Haus in Düsseldorf, welches die Königin im Rahmen ihres Aufenthalts persönlich besuchte.
Königin Silvia machte ihr Abitur in Düsseldorf
Die Verbundenheit der Königin mit Düsseldorf reicht bis in ihre Jugend zurück. Nachdem ihre Familie 1957 aus Brasilien nach Deutschland gezogen war, verbrachte sie einige Jahre in der Landeshauptstadt und legte dort 1963 am Luisen-Gymnasium ihr Abitur ab.
Nur wenige Jahre später, bei den Olympischen Spielen 1972 in München, lernte sie während ihrer Tätigkeit als Hostess ihren späteren Ehemann, König Carl Gustaf von Schweden, kennen. Das Paar blickt in diesem Jahr auf ein ganz besonderes Ereignis, da sie im Juni sowohl ihre Goldene Hochzeit als auch das 50-jährige Thronjubiläum feiern.
Den krönenden Abschluss ihres Besuchs bildet die feierliche Gala "Düsseldorfer des Jahres" am Montagabend. In diesem Rahmen wird Königin Silvia für ihr Lebenswerk geehrt. Die Auszeichnung würdigt explizit ihr langjähriges gesellschaftliches Engagement als Gründerin und Ehrenvorsitzende der World Childhood Foundation.