König Haakon ehrt seinen verstorbenen Vater
König Haakon von Norwegen (53) hat an diesem Sonntag auf der Festung Akershus in Oslo am Gedenktag der Streitkräfte teilgenommen. Wie das norwegische Königshaus mitteilt, wurden dabei die Namen derer verlesen, die im vergangenen Jahr und 2026 im Dienst der Verteidigung ums Leben gekommen sind. Auf der Liste stand auch sein Vater, König Harald V. (1937-2026).
Harald war am 28. August im Alter von 89 Jahren gestorben. Als Staatsoberhaupt war er zugleich oberster Befehlshaber des Landes, General im Heer und in der Luftwaffe sowie Admiral der Marine. All diese Titel trägt nun sein Sohn.
"Soldat mit Herz und Seele"
Eirik Kristoffersen, Oberbefehlshaber der norwegischen Streitkräfte, erinnerte in seiner Ansprache an den verstorbenen Monarchen. "König Harald war Norwegens oberster Befehlshaber in Wort und Tat. Der König war Soldat mit Herz und Seele und hat die Grundwerte der Streitkräfte voll und ganz gelebt. Er zeigte Respekt und bewies Mut", sagte Kristoffersen laut Königshaus. Und weiter: "Alles für Norwegen war das Leben des Königs und eine Verantwortung, die er bis zuletzt getragen hat."
Zuvor hatte Haakon am Nationalen Veteranendenkmal einen Kranz niedergelegt. Das Monument erinnert an alle, die seit 1945 in internationalen Einsätzen gedient haben. Enthüllt hatte es im August 2021 sein Vater König Harald selbst.
Gedenkkerze in der Schlosskirche
Im Anschluss besuchte der König den Gedenkgottesdienst in der Schlosskirche von Akershus und zündete dort die Gedenkkerze der Streitkräfte an. Die Verlesung der Namen solle an den Menschen hinter der Uniform erinnern, heißt es vom Hof.
Neben dem König stehen sechs weitere Namen auf der diesjährigen Liste. Der Jüngste, ein Korporal der Finnmark-Brigade, wurde nur 20 Jahre alt.
"Sie sind nicht allein"
An der Feier nahmen laut NTB auch Parlamentspräsident Masud Gharahkhani, Verteidigungsminister Tore O. Sandvik und Peter Frølich teil, der Vorsitzende des Auswärtigen und Verteidigungsausschusses im Storting. Gharahkhani sagte der Agentur, der Tag führe vor Augen, wie ernst die Arbeit der Soldaten sei. "Wir schulden denen, die von uns gegangen sind, unseren tiefsten Respekt und unsere Dankbarkeit." Den Hinterbliebenen schulde man, ihnen in der Trauer beizustehen. "Sie sind nicht allein."
Eingeführt wurde der Gedenktag 2007 vom damaligen Verteidigungschef General Sverre Diesen. Seither findet er am ersten Sonntag im November statt, in diesem Jahr nach NTB-Angaben zum 20. Mal. Während die zentrale Feier in Oslo stattfindet, hatten die übrigen Garnisonen des Landes bereits am Freitag gedacht.
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