König Charles und Königin Camilla reisen im April zu Donald Trump

Erstmals seit 2007 steht ein britischer Staatsbesuch in den USA an. König Charles und Königin Camilla reisen Ende April nach Washington. Die Visite fällt mit dem 250. Unabhängigkeitstag zusammen - doch heikle Themen begleiten die Reise.
von  (ncz/spot)
König Charles III. traf im September 2025 zuletzt auf Donald Trump, als der das Vereinigte Königreich besuchte.
König Charles III. traf im September 2025 zuletzt auf Donald Trump, als der das Vereinigte Königreich besuchte. © imago/Spotlight Royal / James Whatling

König Charles III. (77) und Königin Camilla (78) reisen Ende April zu einem Staatsbesuch in die USA. Das bestätigte der Buckingham-Palast laut "BBC" am Dienstag. Es ist der erste britische Staatsbesuch in den Vereinigten Staaten seit der Reise von Queen Elizabeth II. (1926-2022) im Jahr 2007. Auf dem Rückweg wird der Monarch zudem Bermuda, ein britisches Überseegebiet im Nordatlantik, besuchen.

Historisches Jubiläum und politische Spannungen

Die Reise steht demnach im Zeichen eines besonderen historischen Meilensteins: Die USA feiern in diesem Jahr den 250. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit. Laut dem Buckingham-Palast soll der Besuch die "historischen Verbindungen und die modernen bilateralen Beziehungen" zwischen den beiden Nationen würdigen. Geplant sind unter anderem ein feierliches Staatsbankett im Weißen Haus und eine Rede des Königs vor dem US-Kongress in Washington.

Obwohl der Besuch bereits seit Längerem erwartet wurde, verzögerte sich die offizielle Ankündigung offenbar aufgrund der politischen Spannungen im Zusammenhang mit dem Krieg in Iran. Das persönliche Verhältnis zwischen dem König und US-Präsident Donald Trump (79) gilt indes als freundschaftlich. Trump bezeichnete Charles III. jüngst als "fantastisch" und betonte die Herzlichkeit ihres Treffens auf Schloss Windsor im vergangenen September. Auf politischer Ebene kriselt es jedoch gewaltig: Trump sparte zuletzt nicht mit öffentlicher Kritik gegen den britischen Premier Sir Keir Starmer und bezeichnete ihn spöttisch als "kein Winston Churchill".

Unangenehme Themen im Gepäck

Neben den geopolitischen Differenzen wird der Besuch von zwei weiteren sensiblen Themen begleitet. Zum einen wird spekuliert, ob es in den USA zu einem Treffen zwischen dem König und seinem Sohn Prinz Harry (41) kommen wird.

Zum anderen belastet die juristische Aufarbeitung des Falls Jeffrey Epstein (1953-2019) die Reise. Nach der Verhaftung von Charles' Bruder Andrew Mountbatten-Windsor (66) forderte der US-Kongressabgeordnete Ro Khanna den König in einem Brief dazu auf, sich mit Opfern des Sexualstraftäters Epstein zu treffen.

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