König Charles trifft Idris Elba: "Was machen Sie denn hier?"
König Charles III. (77) ist auf seiner Karibikreise unverhofft Idris Elba (54) begegnet. Der Monarch und der Schauspieler trafen am Montag in Nelson's Dockyard auf Antigua aufeinander. Das berichtet die britische Zeitung "The Independent".
Charles hatte kurz zuvor in dem historischen Marinestützpunkt, der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, einen gravierten Stein in eine Mauer eingesetzt. Elba war als Goodwill-Botschafter des King's Trust vor Ort, anlässlich des Konzerts "One Commonwealth Night".
Lockerer Plausch mit dem König
Die beiden gaben sich die Hand, Elba fragte: "Wie geht es Ihnen?" Der König konterte mit einer Gegenfrage: "Was machen Sie denn hier?" Elba klopfte Charles auf den Arm und scherzte: "Ich komme viel herum."
Dann wollte der Hollywoodstar wissen, ob sich der König gut amüsiere. Und schob noch einen Satz hinterher: "Entschuldigen Sie den Premierminister."
Gemeint war laut "The Independent" offenbar Gaston Browne, Regierungschef von Antigua und Barbuda. Er hat sich dafür ausgesprochen, sein Land in eine Republik umzuwandeln. Seit November 1981 ist der Inselstaat unabhängiges Mitglied des Commonwealth of Nations, dessen symbolisches Oberhaupt Charles ist.
Ritterschlag im Mai
Elba ist dem King's Trust seit Jahrzehnten verbunden. Als Teenager bekam er von der Organisation einen Zuschuss, mit dem er das National Youth Music Theatre besuchen konnte. Für den späteren "Luther"-Star war das der Startschuss seiner Karriere, bis heute wirbt er offen für die Stiftung.
Im Mai schlug Charles den Schauspieler zum Ritter, für seine Verdienste um junge Menschen. Das Wiedersehen auf Antigua fand also knapp fünf Monate nach der Zeremonie statt.
Commonwealth-Gipfel mit heiklen Themen
Am Dienstag steht für den König der eigentliche Anlass der Reise an. Beim Gipfeltreffen der Regierungschefs des Commonwealth soll er die Grundsatzrede halten. Vertreter der 56 Mitgliedstaaten beraten unter anderem über Klimaresilienz, Handel und geopolitische Zusammenarbeit.
Das alle zwei Jahre stattfindende Treffen wird jedoch von einer anderen Debatte begleitet. Karibische Politiker fordern zunehmend Reparationen für die Sklaverei, einige wollen das Thema auf die Tagesordnung des Gipfels setzen.
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