König Carl Gustaf trauert um Prinzessin Astrid

Nach dem Tod von Prinzessin Astrid von Norwegen (1932-2026) hat sich König Carl XVI. Gustaf (80) zu Wort gemeldet. Gemeinsam mit Königin Silvia (82) trauert der schwedische Monarch um die Schwester des verstorbenen Königs Harald V. (1937-2026) - und erinnert dabei an eine Begegnung, die erst wenige Tage zurückliegt.
"Die Königin und ich haben mit Trauer die Nachricht erhalten, dass Prinzessin Astrid, Frau Ferner, verstorben ist", erklärt Carl Gustaf in seinem offiziellen Kondolenzschreiben. Noch vor wenigen Tagen hätten er und Silvia Gelegenheit gehabt, Astrid im Zusammenhang mit der Beisetzung ihres Bruders Harald zu treffen und mit ihr zu sprechen. Es sei "eine Begegnung, die uns viel bedeutet hat", so der König.
Das schwedische Königspaar werde sich mit Wärme an Prinzessin Astrid erinnern. Seine Anteilnahme gelte ihren fünf Kindern und deren Familien sowie der gesamten norwegischen Königsfamilie in dieser schweren Zeit.
Letzte Begegnung bei Haralds Beisetzung
Die Worte bekommen durch das Timing besondere Bedeutung. Erst am Mittwoch hatte Prinzessin Astrid trotz ihrer angeschlagenen Gesundheit an der Trauerfeier für ihren Bruder König Harald im Osloer Dom teilgenommen. Es sollte ihr letzter öffentlicher Auftritt werden. Zwei Tage später starb sie im Alter von 94 Jahren. Nach Angaben des norwegischen Königshauses schlief die Prinzessin am Freitag friedlich ein.
Auch die schwedische Königsfamilie war bei Haralds Beisetzung stark vertreten. Neben Carl Gustaf und Silvia waren Kronprinzessin Victoria, Prinz Daniel, Prinz Carl Philip, Prinzessin Sofia, Prinzessin Madeleine und Christopher O'Neill nach Oslo gereist. Victoria, die ein Patenkind Haralds war, sprach während des Gottesdienstes ein Gebet.
Prinzessin Astrid hatte ihren Bruder Harald nur zwei Wochen überlebt. Nach dessen Tod Ende August hatte sie sich noch an der öffentlichen Trauer beteiligt. König Haakon VIII. würdigte seine Tante nach ihrem Tod als wichtige Stütze der Familie. Man habe viel von ihr gelernt, erklärte er. Astrid habe sich zudem nie davor gescheut, ihre Meinung zu sagen. Ihr Tod sei "ein großer Verlust".