König Carl Gustaf im Pfadfinder-Look: "Das hört eigentlich nie auf"

Kein Anzug, keine Krawatte: Schwedens König Carl XVI. Gustaf hat den Abschluss des Pfadfinderlagers Jamboree26 in kompletter Kluft besucht - inklusive Halstuch und Cap.
(jom/spot) |
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König Carl Gustaf in seinem Pfadfinder-Look.
König Carl Gustaf in seinem Pfadfinder-Look. © Imago images/The Mega Agency / hbgbild / MEGA

Schwedens König Carl XVI. Gustaf (80) hat am Freitagnachmittag das Pfadfinderlager Jamboree26 im südschwedischen Norra Åsum besucht. Statt Anzug und Krawatte trug der Monarch laut der Regionalzeitung "Kristianstadsbladet" die komplette Pfadfinderkluft: dunkelblaues Hemd mit aufgenähten Abzeichen, ein Halstuch unter dem Kragen, dazu eine helle Cap.

Und der Monarch kam nicht allein. "Zusammen mit 18.000 Pfadfindern nahm das Königspaar gestern am Pfadfinderlager 'Jamboree26' teil", heißt es in einem Instagram-Post des schwedischen Königshauses, der Bilder des Besuchs zeigt. "Das diesjährige Thema des Lagers lautete 'Gemeinsam', und neben Abenteuern und Spielen wurden auch wichtige gesellschaftliche Themen wie Demokratie, Frieden und Klima diskutiert."

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Carl XVI. Gustaf ist Ehrenvorsitzender der schwedischen Pfadfinderbewegung, und seine eigene Pfadfinderzeit reicht bis in die Kindheit zurück. Damals trug er einen Spitznamen, den heute kaum jemand mit einem Staatsoberhaupt verbindet: "Mowgli".

Zwischen Zeltdörfern

Gemeinsam mit Königin Silvia (82) traf der König laut "Kristianstadsbladet" gegen Mittag auf dem Lagergelände ein. Die ersten Stunden verbrachten die beiden zwischen den Gruppen und ohne festes Programm. Zum Abendessen kehrte der König bei der Pfadfindergruppe aus Umeå ein.

Am Abend erschien Carl XVI. Gustaf bei der Abschlusszeremonie selbst auf der Bühne. Ohne Manuskript und ohne Notizen sprach er über die rund 60 Millionen Pfadfinderinnen und Pfadfinder weltweit. Er betonte, wie wichtig es sei, sich selbst und in der Gruppe sicher zu fühlen, um die Kraft zu haben, anderen zu helfen. Die Leiterinnen und Leiter, die Hunderte Stunden in das Lager gesteckt hatten, bekamen ihr eigenes Lob vom König, der hinzufügte: "Das mit dem Pfadfindertum hört eigentlich nie auf. Schaut mich an! Ich mache das schon all die Jahre!"

Humor hatte er ebenfalls im Gepäck. Als er über die Künstlerinnen und Künstler des Abends sprach, verriet er, was ihm hinter den Kulissen vorgeschlagen worden war: "Da hat mir jemand gesagt, ob ich nicht anfangen und ein bisschen für euch rappen sollte..." Die Antwort ließ er nicht lange offen. "Nein, das geht zu weit! Das werde ich nicht machen."

Statt zu rappen, führte er das Lager durch die traditionelle "Rakete", bei der 18.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder lautstark mitmachten, bevor die Dunkelheit hereinbrach. Für die allermeisten war es gemäß "Kristianstadsbladet" die letzte Nacht auf dem Gelände.

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